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SAISONRÜCKBLICK: STEBE KRÖNT SEIN COMEBACK

11.12.2017|08:36 Uhr|von
SAISONRÜCKBLICK: STEBE KRÖNT SEIN COMEBACK

Cedrik-Marcel Stebe ist so richtig zurück auf der Tour. Der Deutsche hat diese Saison eine fulminante Rückkehr gefeiert.

Cedrik-Marcel Stebe und die Leidenszeit. 2017 scheint dieses Kapitel nun beendet zu sein. Stebe konnte ohne größere Verletzungen die Saison durchspielen und hat sich einen Platz in den Top-100 erarbeitet. Grund dafür sind unter anderem drei Turniersiege.

Stebe mit unzähligen Verletzungen

Cedrik-Marcel Stebe ist einen langen Weg gegangen. Der deutsche Linkshänder konnte zum ersten Mal seit mehreren Jahren konstant auf der Tour spielen und hat sich in der Top-100 der Weltrangliste zurück gemeldet. „Cedi“ machte in seiner Comeback-Saison einen Sprung um 381 Plätze nach vorne , er beendet die Saison auf Position 82. Ihn hatten seit 2012, als er bereits in den Top-100 war und als großes Talent galt, diverse Probleme begleitet und machten ein regelmäßiges Spielen auf der Tour unmöglich. Auch Stebe selbst hatte mit zunehmender Leidenszeit Zweifel an sich selbst:

War etwas mit meinem Körper nicht in Ordnung? Es war ebenso ein mentaler wie physischer Kampf.

Anfang Februar 2017 hatte er seinen ersten Teilerfolg im Comeback-Jahr feiern können, als er sein erstes Spiel auf ATP-Ebene (Sofia, Bulgarien) nach mehr als drei Jahren spielte. Der 26-Jährige benötigte jedoch den Sommer und die Spiele auf der Asche, um sich das Selbstvertrauen wieder zu holen. Beim ATP-Turnier in Genf gelang ihm Ende Mai der Einzug ins Viertelfinale, im Juni ließ er im slowakischen Poprad den ersten Challenger-Titel des Jahres folgen.

Stebe auf dem alten Level?

Dabei hat sich der Tennis in den letzten Jahren verändert und ist noch einmal schneller geworden. „Ich spiele anders als noch vor meiner Verletzungspause. Man muss sich immer entwickeln und ich möchte noch aggressiver spielen“, so Stebe, der gut auf die Veränderungen und Entwicklungen reagiert hat. Zu seiner eigenen Entwicklung sagte Stebe in einem Interview mit der ATP:

Es fühlt sich sehr gut und unreal für mich an. Ich wusste nicht, ob ich jemals wieder spielen kann. Und ich wusste nicht, dass ich schon wieder auf diesem Level bin.

Dieses Level konnte Stebe ab der Sandplatz-Saison konstant aufrecht erhalten und spielte sich von Turnier zu Turnier. Mit jedem Spiel gewann der Deutsche an Sicherheit und Selbstvertrauen, was sich spätestens erneut beim Challenger in Vancouver im August zeigte. Hier konnte der Deutsche seinen zweiten Titel des Jahres gewinnen, im Finale besiegte er den Australier Jordan Thompson souverän mit 6-0 und 6-1. Bei den anschließenden US-Open marschierte er durch die Qualifikation und besiegte in der ersten Runde Nicolas Kicker, ehe Damir Dzumhur das Ausscheiden besiegelte. Ein Rückschlag? Mitnichten.

Erfolg im Davis-Cup

Der Hobby-Klavierspieler leitete wenige Tage später den Sieg der deutschen Davis-Cup-Mannschaft im Relegationsspiel gegen Portugal ein. Nach einem Satzrückstand drehte Stebe gegen Joao Sousa auf und sicherte dem deutschen Team den wichtigen ersten Punkt. Fünf Jahre nach seinem Erfolg für das Davis-Cup-Team gegen Lleyton Hewitt, als er in Deutschland für viel Furore sorgte. Und da es gerade so gut lief, ließ Stebe im September auch noch den dritten Challenger-Triumph folgen. Im rumänischen Sibiu konnte er die Konkurrenz hinter sich lassen und das Jahr seiner Rückkehr krönen. Auf diesen Leistungsniveau wird Stebe auch 2018 wieder zum Kreis der Favoriten auf einen Turniersieg gehören.

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am 11.12.2017 gepostet von:

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