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Rafael Nadal: "Ich denke nicht, dass ich den anderen überlegen bin"

08.05.2018|10:58 Uhr|von Lisa Halfmann
Rafael Nadal: "Ich denke nicht, dass ich den anderen überlegen bin"

Der Weltranglistenerste Rafael Nadal kann sich vor heimischer Kulisse zum sechsten Mal den Titel von Madrid sichern.

Rafael Nadals Bilanz auf Sand ist einfach beeindruckend: 401 Siege, 55 ATP-Titel davon gewann er zehn Mal die French Open. Sein letztes Match auf der roten Asche verlor er im vergangen Jahr im Viertelfinale von Rom gegen Dominic Thiem. Seitdem gewann er 19 Sandplatzmatches in Folge mit einer völlig verrückten Bilanz von 46:0 Sätzen. Wer soll diese Maschine noch stoppen? Wohl kaum jemand zweifelt an seinem Triumph in Madrid. Doch Nadal bleibt bescheiden:

"Ich denke nicht, dass ich den anderen Spielern überlegen bin. Vielleicht waren einige Turniere besser, als andere. Aber das heißt nicht, dass ich in Zukunft besser sein werde als meine Gegner. Ich mache mir keine Gedanken der Favorit zu sein oder nicht. Ich respektiere meine Gegner sehr, weil jeder Tag an dem du auf den Tennisplatz gehst kann ein komplett anderer sein kann."

"Alles ist ein wenig schwieriger"

Nach der Aufgabe bei den Australian Open nahm Rafael Nadal eine Auszeit, um seine Verletzung auszukurieren und sich voll und ganz auf die Sandplatzsaison zu fokussieren. Nach knapp drei Monaten Pause verhalf er erst dem spanischen Davis-Cup Team mit zwei wichtigen Punkten ins Halbfinale und fegte anschließend mit großer Dominanz durch die Turniere von Monte-Carlo und Barcelona. Als wenn er nie weggewesen wäre, sicherte sich der 31-Jährige Mallorquiner ATP Titel Nummer 76 und 77. Rafael Nadal und die rote Asche das passt einfach zusammen. Doch die Courts und Begebenheiten in Madrid sind irgendwie anders und stellen selbst für den Sandplatzkönig eine kleine Hürde dar.

"Die letzten Turniere habe ich sehr gut gespielt. In Monte-Carlo und Barcelona hat man das Gefühl die Situation kontrollieren zu können. Aber hier ist es schwierig das gleiche Gefühl zu bekommen, besonders in den ersten Tagen. Es dauert seine Zeit, bis man sich daran gewöhnt wie die Bälle springen und fliegen. Es ist nicht so kontrolliert wie bei den anderen zwei Turnieren. Alles ist ein wenig schwieriger."

Trotz der gewöhnungsbedürftigen Umstände setzte sich der 16-malige Grand-Slam-Sieger bereits fünf Mal die Krone von Madrid auf. Auch im vergangen Jahr triumphierte Nadal vor heimischen Publikum. Im Finale setzte er sich in zwei Sätzen gegen Dominic Thiem durch.

"Es ist immer besonders, zu Hause zu spielen. Wie schon oft gesagt, das Verhältnis zu den Menschen hier ist sehr schwierig zu beschreiben. Es ist ein sehr sehr besonderer Moment für mich hier zu spielen zu können. Die Atmosphäre ist immer fantastisch. Das Publikum ist großartig. Jedes Jahr wenn ich spiele sind die Courts gefüllt und die Zuschauer unterstützen mich."

Zum Auftakt gegen Monfils

Der Weltranglistenerste bekommt es in seinem Auftaktmatch von Madrid mit dem Franzosen Gael Monfils (#41) zu tun. Monfils schlug in Runde eins Nikoloz Basilashvili (#77) mit 6:2, 3:6, 6:3. Kein leichtes Los erwartet den Spanier, der bereits zum 16 Mal auf den Franzosen trifft und bislang 13 Duelle für sich entscheiden konnte.

"Gael ist ein schwerer Gegner für jeden. Er hat sehr viel Talent und Potenzial. Gael ist immer eine Herausforderung."

Training mit Thiem

Die erste Partie des Topgesetzten findet voraussichtlich am Mittwoch statt. Bis dahin nutzt Rafael Nadal die Gelegenheit mit anderen Top-Spielern und guten Freunden auf der Tour zu trainieren.

"Ich habe mit Thiem und Dimitrov trainiert, zu denen ich ein sehr gutes Verhältnis habe. Am anderen Tag mit Guillermo – wir kennen uns seit vielen Jahren. Heute spiele ich mit meinem Team, mit Marc Lopez. Du trainierst nie mit den selben Spielern. Aber ich mache mir keine Gedanken darüber gegen einen von ihnen in den nächsten Runden zu spielen."

(Bild © imago)

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Lisa Halfmann
am 08.05.2018 gepostet von:
Lisa Halfmann
Redakteurin
Schlägt seit dem 4. Lebensjahr hinter die gelbe Filzkugel und ist quasi auf dem Tennisplatz großgeworden. Ist für jeden Spaß zu haben, liebt ihre Arbeit und kann von Tennis nicht genug bekommen.

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