Jetzt die App myTennis runterladen!

Auch unterwegs immer informiert bleiben & die Welt des Tennis entdecken.

ATP

ATP Genf und Lyon: Wawrinka und Thiem als Zugpferde

20.05.2018|19:05 Uhr|von Christian Schwell
ATP Genf und Lyon: Wawrinka und Thiem als Zugpferde

Viele arrivierte Spieler pausieren in der Woche vor Roland Garros. Einige bekannte Namen versuchen aber doch noch, sich in Turnieren den letzten Schliff zu holen.

Deswegen ist es sowohl den Veranstaltern des Turniers von Genf in der Schweiz als auch denen im französischen Lyon gelungen, sehr respektable Teilnehmerfelder für ihre 250er Turniere an den Start zu bringen. Während man in Genf mit einem Lokalmatador Zuschauer anlocken will, kann man in der Rhône-Alpes-Region den einzigen Spieler präsentieren, der in diesem Jahr bisher Rafael Nadal auf Sand eine Niederlage zufügen konnte.

Wawrinka und drei Deutsche in Genf

Stan Wawrinka war als heimatlicher Star der Faustpfand für das Turnier von Genf, seit es 2015 wieder auf die ATP-Landkarte gekommen ist. In diesem Jahr hat er sich ein wenig geziert als Titelverteidiger erneut anzutreten, weil sein Vertrag mit dem Turnier auslief und es offensichtlich unterschiedliche Meinungen darüber gab, zu welchen finanziellen Konditionen eine Verlängerung möglich ist. In letzter Sekunde hat "Stan the Man" nun doch noch seine Zusage gegeben und wird per Wildcard ins Feld gehievt.



Topgesetzt ist allerdings sowieso nicht der wegen seiner Knieverletzung auf Platz 23 zurück gefallene Schweizer. Die Setzliste wird angeführt vom Amerikaner Sam Querrey (Nummer 12). Der könnte allerdings aufgrund seiner Spielweise starke Konkurrenz um den Titel bekommen,  denn neben Wawrinka tummeln sich im Teilnehmerfeld noch diverse andere bekannte Profis, die Sand zu ihrem stärksten Belägen zählen. Unter anderem werden der Fabio Fognini und David Ferrer als bekannte "Sandwühler" in Genf aufschlagen.

Zu beachten sind aber auch Profis wie Marco Cecchinato (Sieger in Budapest) oder Frances Tiafoe (Finalist in Estoril), die in dieser Saison schon ihre gute Form auf Sand unter Beweis gestellt haben. Auch drei Deutsche standen mit Peter Gojowczyk, Florian Mayer und Mischa Zverev in der ersten Runde des Sandplatz-Events in der Schweiz. "Standen" deshalb, weil Zverev leider schon am heutigen Sonntag mit 7:5 3:6, 4:6 gegen Mirza Basic aus Bosnien die Segel streichen musste. Bitter für den Vorjahres-Finalisten. Mayer spielt gegen den spanischen Qualifikanten Bernabe Zapata Miralles,  Gojowczyk muss sich der Aufschläge von Ivo Karlovic (Kroatien) erwehren.

Thiem führt das Feld in Lyon an - Marterer fordert Monfils

Auch Dominic Thiem wird wahrscheinlich wie Wawrinka den einen oder anderen Euro dafür erhalten, dass er in dieser Woche noch einen Turnierauftritt hat. Der Vielspieler führt das Teilnehmerfeld in Lyon an. Die Konkurrenz besteht naturgemäß, auch wenn Jo-Wilfried Tsonga nach seiner Absage nur auf dem Turnier-Plakat zu sehen ist,  unter anderem aus diversen Franzosen (Gael Monfils, Gilles Simon, Adrian Mannarino). 



Direkt hinter dem Österreicher sind aber mit John Isner und Jack Sock zwei US-Amerikaner an zwei und drei gesetzt. Der Koreaner Heyon Chung komplettiert die Liste der vier Top-Gesetzten. Ein möglicher Halbfinal-Gegner von Thiem könnte aber auch der an sieben gesetzte Portugiese Joao Sousa werden, der mit dem Selbstvertrauen seines Heimsiegs in Estoril anreist und nach seiner Quali-Niederlage in Rom auch genug Zeit hatte, um neue Kräfte zu sammeln. Einziger deutscher Teilnehmer im Hauptfeld von Lyon ist Maximilian Marterer. Er bekommt es in Runde eins direkt mit Gael Monfils zu tun, was sich aufgrund dessen Unberechenbarkeit sowohl als extrem lösbare als auch als kaum zu bewältigende Aufgabe erweisen könnte.

(Bild © imago)

WAS IST DEINE MEINUNG?
Lustig

LUSTIG

0

Liebe

LIEBE

0

Oh man...

OH MAN...

0

Wow

WOW

0

Traurig

TRAURIG

0

W├╝tend

W├╝TEND

0

Christian Schwell
am 20.05.2018 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verr├╝ckter, der seine Texte gerne mit etwas Humor w├╝rzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

» Zu den Beitr├Ągen von Christian Schwell