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Wimbledon 2018: Weitere Gesetzte fliegen raus

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08.07.2018|19:30 Uhr|von Henrike Maas
Wimbledon 2018: Weitere Gesetzte fliegen raus

Die Championships werden besonders auf der Damenseite immer offener.

Die erste Woche von Wimbledon ist um und nicht nur die Spieler nutzen den freien Sonntag, um sich zu erholen. Auch die Fans und Tennisexperten werden sich freuen, einmal durchatmen zu können. Denn die erste Woche des Rasen-Grand Slams war mehr als aufregend. Eine besonders gefährliche Spezies dieser Tage: gesetzte Spielerinnen und Spieler. Massenweise flogen die zumindest nominell stärkeren Spieler aus dem Turnier. Von 32 Gesetzten sind bei den Herren 19 nicht mehr dabei. Bei den Damen sind sogar 25 schon längst wieder auf dem Heimweg.

Nummer 1 der Damen ebenfalls raus

Dort hat es nun auch die Nummer 1 der Welt Simona Halep erwischt. Nach ihrem Titel in Paris hatte die 26-Jährige nicht viel Zeit sich auf Wimbledon vorzubereiten. Der Körper und der Kopf machten irgendwann nicht mehr mit. "Ich war nicht positiv auf dem Platz. Das Match war sehr unprofessionell von mir", kritisierte sich Halep selber nach ihrer Niederlage gegen Su-Wei Hsieh.  "Ich war müde und hatte überall Schmerzen. Das ist keine Entschuldigung. Ich bin einfach traurig über meine Leistung heute". Nun werde sie erst einmal Pause machen und sich auf alles andere außer Tennis konzentrieren.

Warum so viele Gesetzte in Wimbledon rausgefolgen sind, konnte auch die Nummer 1 nicht beantworten. "Die Plätze sind sicher nicht der Grund". Für Halep ist das Turnier bei den Damen nun offen für jeden Sieger.

Die Unterschiede werden geringer

Besonders auf der WTA-Tour fällt auf, dass die spielerischen Unterschiede immer geringer werden. Es kommt mehr auf die Tagesform und die Konzentration an, wer gewinnt. Die Setzliste ist nicht mehr ganz so entscheidend. Aber auch auf der Herrenseite ist dieses Wimbledon eine Art Wundertüte. Zwar mögen weniger Top 10-Spieler aus dem Turnier sein. Trotzdem sind auch hier auffallend viele Gesetzte schon wieder raus.

Darunter ist auch die britische Nummer 1 Kyle Edmund. Er musste gegen Novak Djokovic nach Satzvorsprung noch den Kürzeren ziehen. "Nur weil man den ersten Satz gewinnt, heißt das nicht, dass man auch die nächsten beiden gewinnt", fasste Edmund in seiner Pressekonferenz das offensichtliche zusammen. Der 23-Jährige findet aber auch, dass sich bei den Herren das Niveau immer mehr angleicht: "Die Unterschiede auf dem Toplevel sind einfach sehr klein".

Der Centercourt als Match-Entscheider

Einen anderen möglichen Aspekt brachte Naomi Osaka auf. Die Nummer 18 des Turniers unterlag deutlich der Nummer 11 Angelique Kerber. Hinterher zeigte sich die Japanerin besonders vom zentralen Wimbledon-Court überwältigt. "Ich denke, ich hätte es mehr genießen sollen, auf dem Centercourt zu spielen", sagte die Japanerin nach dem Match. Es war ihre Premiere auf dem Rasen, der die (Tennis-)Welt bedeutet. "Ich war nicht wirklich nervös. Ich war eher überwältigt. Ich habe den Centercourt bisher nur im Fernsehen gesehen und dann bin ich selber dort eingelaufen".


(Bild © imago)

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Henrike Maas
am 08.07.2018 gepostet von:
Henrike Maas
Redakteur
Henrike hat ihre Liebe zum Tennis erst später entdeckt, ist seitdem aber sowohl auf und neben dem Court immer dabei. In den Bereichen Technik, Taktik und Ausrüstung etwas detailverliebt, kann man mit ihr über alles rund um die gelbe Filzkugel reden.

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