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Wimbledon: Schaffen es Kerber und Görges ins Finale?

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12.07.2018|11:00 Uhr|von Henrike Maas
Wimbledon: Schaffen es Kerber und Görges ins Finale?

Die Preview auf die Halbfinals der Damen 2018.

Das erste Mal seit 25 Jahren stehen wieder zwei deutsche Spielerinnen in einem Halbfinale eines Grand Slam. Julia Görges und Angelique Kerber haben sich in Wimbledon unter die besten Vier gekämpft. Nun soll es ins Finale gehen. Der Weg dahin führt aber für beide über eine jeweils ziemlich große Hürde. Es gilt in Serena Williams und Jelena Ostapenko zwei Grand Slam-Siegerinnen auszuschalten. Wie stehen die Chancen für "Angie" und "Jule"?

HF 1: Angelique Kerber vs. Jelena Ostapenko

"Ich weiß was mich erwartet", hatte Angelique Kerber im Hinblick auf ihr Halbfinale gegen Jelena Ostapenko gesagt. Zwar haben die beiden offiziell noch nie gegeneinander gespielt, aber schon öfter gemeinsam trainiert. Zudem ist jedem, der sich gegen Ostapenko aufs Feld stellt klar: es wird einschlagen. Die junge Lettin hat fast nur eine Spieltaktik und das ist maximaler Druck. Scheinbar mühelos kann sich aus allem Tempo machen. Trifft sie das Feld, sind diese Winner kaum zu verteidigen. Kerber sollte also ihren ersten Aufschlag im Griff haben, wenn sie ihrer Gegnerin nicht zu viel Angriffsfläche bieten will.

Generell dürfte der 30-Jährigen das Tempo von Ostapenko sonst wenig ausmachen. Angelique Kerber mag es, wenn man sie schnell anspielt. Denn damit kann sie wunderbar arbeiten und ihre starken Beine dazu benutzen, diese Wucht auf die Gegnerin umzulenken. Aber auch Jelena Ostapenko sollte auf ihren Aufschlag achten. Bei der 21-Jährigen ist das Wohl und Wehe auf dem Platz auch immer davon abhängig, dass sie ihre Fehlerquote im Griff hat. Bisher in Wimbledon hat sie, getragen von ziemlich Selbstbewusstsein, genau das geschafft und mehr Winner als Fehler geschlagen. Es wird in dem Match also für beide Spielerinnen sehr davon abhängen, wie gut sie vom Startblock wegkommen. Die grundsätzlichen Chancen liegen bei 50/50.

HF 2: Julia Görges vs. Serena Williams

Im zweiten Wimbledon-Halbfinale stehen sich eine Novizin und ein alter Hase gegenüber. Nicht das Julia Görges keine Erfahrung im Tennis hat, aber in einem Grand Slam-Halbfinale stand sie noch nie. Serena Williams hingegen hat schon zigmal genau diese Situation erlebt. Klare Sache also, wer hier gewinnt? Jein. Die Kräfteverteilung ist klar in Richtung Williams gelegen. Besonders wenn man auf das letzte der insgesamt drei Matches der beiden Spielerinnen zurückblickt. Das war bei den French Open in diesem Jahr und ging klar an die US-Amerikanerin.

Was aber auch daran lag, das Görges in dem Match nicht das abrufen konnte, was in ihr steckt. Besonders der Aufschlag hatte sie in Paris zu oft verlassen. Denn die Deutsche hat schon die Waffen eine Serena Williams schlagen zu können. Camila Giorgi, die wie Görges über ein ziemlich wuchtiges Spiel verfügt, hatte im Viertelfinale Serena Williams den ersten Satz abgenommen. Was auch daran lag, dass die Italienerin die Anfangsschwäche von Williams ausnutzte und dann im Aufschlag stabil blieb. Diese Fähigkeit hat auch eine Julia Görges und Williams ist noch nicht so gefestigt, dass ihr keine Fehler unterlaufen werden. Es wird viel zusammenkommen müssen, wenn Gröges Serena ernsthaft gefährden will. Unmöglich ist es aber nicht.

(Bild © imago)

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Henrike Maas
am 12.07.2018 gepostet von:
Henrike Maas
Redakteur
Henrike hat ihre Liebe zum Tennis erst später entdeckt, ist seitdem aber sowohl auf und neben dem Court immer dabei. In den Bereichen Technik, Taktik und Ausrüstung etwas detailverliebt, kann man mit ihr über alles rund um die gelbe Filzkugel reden.

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