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French Open

Serena im Tutu - Die Antwort auf das French-Open-Verbot

29.08.2018|14:30 Uhr|von Lisa Halfmann
Serena im Tutu - Die Antwort auf das French-Open-Verbot

Serena Williams nimmt das Verbot ihres Catsuits mit Humor und schlägt in New York im Tutu auf.

Ein schwarzes One-Shoulder-Dress samt aufwendigen Tüllrock, entworfen vom Louis-Vuitton-Designer Virgil Abloh in Kooperation mit dem Sporthersteller Nike. Wie eine Ballerina betrat Serena Williams das Arthur Ashe Stadium bei ihrem Auftaktsieg gegen Magda Linette. Außergewöhnlich wie man sie kennt, aber es ist ein Rock und entspricht somit voll und ganz den Regeln des Tenniscourts. 

Serenas Reaktion auf das Catsuit-Verbot

Die sechsmalige US-Open-Siegerin setzt mit ihrem Outfit ein Statement nach dem Verbot ihres Catsuits von den French Open diesen Jahres und unterstützt gleichzeitig, dass jede Frau das anziehen sollte, was sie will. Erst vergangene Woche kündigte der französische Tennisverband (FFT) an, einen Dresscode für das Turnier einzuführen. In einem Interview sagte der FFT-Präsident Bernard Giudicelli:

"Ich glaube, dass wir manchmal zu weit gegangen sind."

Damit ist auch der Kompressionsanzug gemeint, den Serena Williams in diesem Jahr trug. Dabei hatte das Outfit in erster Linie gesundheitliche Gründe. Nach der Geburt ihrer Tochter Olympia litt Williams an Blutgerinnseln. Der Catsuit sollte ihre Durchblutung fördern. Der französische Verband plane zwar nicht so strikte Regeln wie in Wimbledon, den Ganzkörperanzug wird es aber künftig nicht mehr geben. 

"Das wird nicht mehr akzeptiert. Der Sport und der Platz müssen respektiert werden."

Mit ihrem Outfit wollte sie eine Vorbild für viele Frauen sein und sie ermutigen, sich nach einer Geburt zurück auf den Platz zu kämpfen. 

Serena nahm das Verbot sportlich. Sie habe sich mit dem französischen Turnierdirektor inzwischen auf eine andere Lösung geeinigt, betonte sie auf einer Pressekonferenz bei den US-Open. Stattdessen trägt die US-Amerikanerin Strumpfhosen, die ihre Durchblutung fördern sollen.

"Bei Mode will man kein Wiederholungstäter sein."

Verbot stoßt auf Kritik

Im Netz sorgte die Entscheidung des französischen Tennisverbands für Aufsehen. Bekleidungshersteller Nike stellt sich auf Serenas Seite. "Man kann einer Superheldin das Kostüm wegnehmen, aber niemals ihre Superkraft", so heißt es in einem Tweet ihres Sponsors.

Auch Ex-Tennisprofi Billie Jean King äußerte sich öffentlich zum Verbot. Man müsse damit aufhören Frauenkörper zu überwachen und sie für ihre Arbeit respektieren, betont die zwölffache Grand-Slam-Siegerin, die sich vermehrt für Gleichberechtigung von Frauen und Männern im Sport einsetzt.


(Bild © Imago)

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Lisa Halfmann
am 29.08.2018 gepostet von:
Lisa Halfmann
Redakteurin
Schlägt seit dem 4. Lebensjahr hinter die gelbe Filzkugel und ist quasi auf dem Tennisplatz großgeworden. Ist für jeden Spaß zu haben, liebt ihre Arbeit und kann von Tennis nicht genug bekommen.

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