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US Open: Schock! Federer scheitert sensationell an Millman

04.09.2018|07:55 Uhr|von Björn Walter
US Open: Schock! Federer scheitert sensationell an Millman

Federer mit schwächster Vorstellung der letzten Jahre

76 unerzwungene Fehler: Federer indisponiert

Der langjährige Weltranglisten-Erste Roger Federer ist völlig unerwartet im Achtelfinale der US Open gescheitert. Der fünfmalige New-York-Champion aus der Schweiz unterlag dem australischen Außenseiter John Millman in der Nacht zum Dienstag 6:3, 5:7, 6:7 (7), 6:7 (3). Der 29-jährige Millman ist nur die Nummer 55 der Welt und trifft nach dem größten Erfolg seiner Karriere an diesem Mittwoch auf Novak Djokovic. Der serbische Wimbledonsieger hatte sich zuvor gegen den Portugiesen Joao Sousa glatt durchgesetzt.

0:52 Uhr Ortszeit war die Sensation perfekt! Gejubelt wurde allerdings nur auf den Rängen. Aus Respekt vor dem 20-fachen Grand-Slam-Sieger verzichtete Millman auf große Gesten. Federer indes stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. So schwach hatte man den Schweizer lange nicht erlebt: 76 Unforced Errors, zehn Doppelfehler – der "Maestro" war an diesem schwülwarmen Abend nur ein Schatten seiner selbst.

Serie geht zu Ende

In 40 Matches zuvor hatte Federer in Flushing Meadows nie gegen einen Spieler verloren, der außerhalb der Top 50 platziert war. Der größte Karriere-Sieg des Australiers kam aber nicht zufällig daher. Millman war der deutlich fittere Spieler.

Hinzu kam, dass Federer viel zu fahrlässig mit seinen Chancen umging. Im zweiten Durchgang vergab er beim Stand von 5:4 zwei Satzbälle bei eigenem Aufschlag. Der Negativtrend setzte sich auch im Tiebreak des dritten Durchgangs fort, als ihm nur ein Punkt zum Satzgewinn fehlte. Zudem gab er im vierten Satz einen Break-Vorsprung aus der Hand.

Obwohl Millman beim Return weit hinter der Grundlinie stand, konnte der 37-Jährige kaum Profit daraus schlagen. Stattdessen düpierte ihn der Aussie immer wieder mit seinen gefühlvollen Stopps. Die Emotionen konnte er danach nur schwer in Worte fassen:

"Ich kann es kaum glauben, Roger ist einer meiner Helden, er hatte heute sicher nicht seinen besten Tag, aber das nehme ich mit."

Federers US-Open-"Phobie"

Federer kennt dieses Gefühl bereits aus den letzten Jahren. Für den fünffachen US-Open-Champion war New York in den letzten Jahren nur selten ein gutes Pflaster. Seit seinem letzten Triumph im Jahr 2008 hat er im Big Apple nur noch einmal (2015) das Endspiel erreicht. Auf Majorebene ist er seit den Australian Open 2015 nicht mehr so früh gescheitert.

(Bild © imago/Text: dpa/Björn Walter)

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Björn Walter
am 04.09.2018 gepostet von:
Björn Walter
Redakteur
Schlägt aus dem zweiten Stock auf, kennt gute Beinarbeit jedoch nur vom Hörensagen. Tennis-Allzweckwaffe mit Herz für amüsante Geschichten abseits des Centercourts. In Redaktionskreisen als Ein-Mann-La-Ola-Welle für Rafael Nadal erprobt. Auch aktiv mit Laufschuhen und Rennrad.

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