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US Open: Sevastova stoppt müde Titelverteidigerin Stephens

04.09.2018|19:55 Uhr|von Dennis Ebbecke
US Open: Sevastova stoppt müde Titelverteidigerin Stephens

Ein Tag zum Vergessen für die US-Amerikanerin.

Sevastova geht bereits früh auf Konfrontation

Auch wenn die Bilanz vor diesem Match mit 2:0 für Sloane Stephens sprach: Die Titelverteidigerin wusste ganz genau, dass die US Open in den vergangenen Jahren zum insgeheimen Lieblingsturnier von Anastasija Sevastova avancierten. Zum dritten Mal in Folge erreichte sie das Viertelfinale – und diesmal reichte es aus Sicht der Lettin endlich auch für die Runde der letzten Vier. Viel deutlicher und schneller als erwartet setzte sich Sevastova mit 6:2, 6:3 gegen die Nummer drei der Welt durch.

Zunächst deutete vieles auf ein langes und intensives Match hin, bereits im dritten Spiel ging es fünfmal über Einstand. Da sich Anastasija Sevastova immer wieder mit ihrem ersten Aufschlag retten konnte, blieb sie letztlich in Front. Dies hielt die leichte Außenseiterin jedoch nicht davon ab, in der Pause mit dem Stuhlschiedsrichter zu diskutieren. Der Grund: Sevastova fühlte sich von den nach und nach ins Arthur Ashe wandernden Zuschauern gestört und beschwerte sich, dass sie bei ihren Aufschlägen nicht genug Zeit bekam. 

Typisch Sevastova, die dafür bekannt ist, auf dem Platz immer wieder mit sich und der ganzen Welt zu lamentieren. Ihrer guten Tagesform konnte dies jedoch nichts anhaben. Mit drei Unforced Errors in nur einem Spiel „schenkte“ Stephens ihrer Gegnerin obendrein praktisch das 3:1. Von diesem Moment an ging es bei dem Champion des Jahres 2017 immer weiter bergab. Es war deutlich zu sehen, dass sich Sloane Stephens an diesem Tag schlechter bewegte, als man es im Normalfall von ihr gewohnt ist. Nach nur 41 Minuten sicherte sich Sevastova mit 6:2 den ersten Satz – und das, obwohl sie zwei vermeidbare Fehler mehr produziert hatte als ihre Kontrahentin (15:13 aus Sicht der Lettin).

Stephens kämpft, bleibt aber glücklos 

Die US-Fans, die in Satz zwei mit einem Comeback ihrer Tennisheldin gerechnet hatten, wurden zunächst enttäuscht. Stephens wirkte müde, ging immer wieder in die Knie und suchte häufig den Kontakt mit ihrem Coach. Ihr gegenüber stand eine Gegnerin, die ein nahezu perfektes Match absolvierte. Ausgestattet mit einem guten Service, nervenstark und jederzeit in der Lage, Stephens mit einem Stopp zu überraschen: Gegen diese Sevastova hatte die US-Amerikanerin in dieser Form kaum etwas entgegenzusetzen.

Zwar gab es noch einmal ein kleines Aufbäumen zu bestaunen, als Stephens mit einem Break auf 3:4 verkürzen konnte, doch bereits im darauf folgenden Aufschlagspiel war die Euphorie wieder dahin. Sevastova, die trotz ihrer Führung zwischenzeitlich gewohnt theatralisch, fast schon weinerlich auf dem Platz agierte, beendete den Traum von einer weiteren Stephens-Show nach nur einer Stunde und 24 Minuten. Der Applaus der Landsleute von Sloane Stephens hielt sich dementsprechend in Grenzen – auch wenn die starke Osteuropäerin diesen verdient gehabt hätte.

(Bild: (c) imago)

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Dennis Ebbecke
am 04.09.2018 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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