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US Open: Nishikori gewinnt Marathon-Match gegen Cilic

06.09.2018|00:10 Uhr|von Dennis Ebbecke
US Open: Nishikori gewinnt Marathon-Match gegen Cilic

Der Champion von 2014 ist raus.

Nishikori baut seine Head-to-Head-Führung auf 9:6 aus

Die Vorzeichen vor diesem Viertelfinalmatch in Flushing Meadows sprachen auf den ersten Blick sogar ein wenig für Kei Nishikori. Zum einen führte der Japaner im Head-to-Head-Vergleich mit 8:6 (und gewann das letzte Duell in diesem Jahr auf Sand in Monte Carlo). Zum anderen musste der Kroate während des Turniers bisher deutlich mehr Zeit auf dem Court verbringen als sein Gegenüber.

Nishikori profitierte zuvor unter anderem von der Aufgabe von Gael Monfils und zwei Durchmärschen gegen die Deutschen Maxi Marterer und Philipp Kohlschreiber. Hingegen musste Cilic in Runde drei ein Fünfsatzmatch gegen den hungrigen Australier Alex De Minaur über sich ergehen lassen. Und so hielt sich die Überraschung in Grenzen, dass Kei Nishikori am Ende noch einmal seine letzten Kräfte mobilisieren konnte und nach knapp über vier Stunden mit 2:6, 6:4, 7:6, 4:6, 6:4 ins Halbfinale einzog.

Sagenhafte Returns nerven Aufschlagriese Cilic 

Dabei hatte zu Beginn alles nach einem Erfolg des kroatischen Aufschlagriesen ausgesehen. Cilic trat im Stile eines Top-Ten-Spielers auf, während Nishikori vor allem im ersten und zu Beginn des zweiten Satzes zu passiv agierte. Er brauchte lange, um ins Spiel zu finden – doch dann meldete der Japaner Ansprüche an. Vor allem in den entscheidenden Momenten war der lange verletzte 28-Jährige präsenter und konnte sich so eine Satzführung herausspielen.

Im vierten Satz nahm sich dann Nishikori wieder eine kleine Auszeit, wirkte vor allem beim Return nicht mehr so aggressiv wie noch in den beiden Durchgängen zuvor. Und so kam es, wie es kommen musste: Das Match wurde im fünften Satz entschieden. Nach einem ausgeglichenen Start erwischte es Cilic dann beim Stande von 1:2 aus seiner Sicht bei eigenem Aufschlag. Dieses Break setzte bei seinem Gegner noch einmal ungeahnte Kräfte frei. Nishikori erhöhte schnell auf 4:1 . Das eindeutige Indiz, dass er bedient war, bekamen die Zuschauer dann im darauf folgenden Aufschlagspiel zu sehen: Cilic beschwerte sich, dass bei seinem eigenen Service die Shot Clock nicht lief. 

Cilic der gefährlichere Spieler, Nishikori der konstantere

Am Ende seines Lateins war der Kroate aber noch lange nicht. Als alles auf Nishikori hindeutete, kam Cilic wieder zurück und gewann drei Spiele in Folge. Emotional war er damit zwar wieder voll im Match, doch spielerisch haperte es in diesem Viertelfinale immer wieder. Die hohe Anzahl der unerzwungenen Spieler sprach eine deutliche Sprache. Mit einem fantastischen Return-Winner schaltete der Mann aus dem Land der aufgehenden Sonne den US-Open-Sieger von 2014 aus.

Welch ein Tag für das japanische Tennis: Erst setzte sich die 20-jährige Naomi Osaka glatt gegen Lesia Tsurenko durch, danach folgte ihr Kei Nishikori bei den Herren ins Halbfinale. Dort bekommt er es entweder mit Novak Djokovic oder Federer-Bezwinger John Millman zu tun.

(Bild: (c) imago)

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Dennis Ebbecke
am 06.09.2018 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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