Jetzt die App myTennis runterladen!

Auch unterwegs immer informiert bleiben & die Welt des Tennis entdecken.

Pro

ATP Challenger Monterrey: Das 40-Millionen-Dollar-Finale

07.10.2018|19:45 Uhr|von Christian Schwell
ATP Challenger Monterrey: Das 40-Millionen-Dollar-Finale

Ein kleines Turnier mit großem Teilnehmerfeld.

Die Turniere der Challenger-Tour sind eine Art zweite Liga der Tour. Unterhalb von Grand Slams und den verschiedenen Turnier-Kategorien auf ATP-Level tummelt sich hier zum Großteil die zweite Garde der Profis. Junge aufstrebende Spieler, die Erfahrungen sammeln, diese Stufe aber letztendlich als eine Durchgangsstation nach oben betrachten. Und Spieler, für die auf ATP-Level meist sehr früh Schluss ist und die hier die Möglichkeit wittern, einfacher an Preisgeld und Punkte zu kommen. Nur ab und zu „verirren“ sich Spieler mit ganz großer Reputation in diese Kategorie. Meist, um gegen vermeintlich einfachere Gegner nach einer Verletzung oder Formkrise wieder Matchpraxis zu bekommen.

Zwei Finalisten mit mehr als 40 Millionen Dollar  Karriere-Preisgeld

Im mexikanischen Monterrey wurde dagegen in dieser Woche ein ungewöhnliches Challenger-Turnier gespielt, das gleich mit einer ganzen Reihe von arrivierten Tour-Veteranen mit toller Karriere-Bilanz aufwarten konnte. Wenn am späten Abend deutscher Zeit heute David Ferrer (Spanien) und Ivo Karlovic (Kroatien) den Sieger ausspielen, stehen sich dort zwei Profis gegenüber, die im Laufe ihrer Karriere zusammen über 40 Millionen Dollar Preisgeld erspielt haben. Karlovic war 2008 die Nummer 14 der Welt und hat acht ATP-Turniere gewonnen, Ferrer war sogar noch 2013 die Nummer drei und kann auf 27 Titel auf der Tour sowie eine Finalteilnahme bei den French Open zurückblicken.

Zweimal Ex-Top-10 und zweimal Ex-Top-20 bei einem Challenger 

Damit aber nicht genug. Mit Jürgen Melzer (Österreich) hatte das Turnier einen weiteren ehemaligen Top-10-Akteur im Draw, mit Marcel Granollers (Spanien) und Santiago Giraldo (Kolumbien) dazu noch zwei Spieler, die schon zu den besten 20 in der Welt gehörten. Monterrey war in diesem Jahr ein echtes Veteranen-Treffen. Das Durchschnittsalter der Halbfinalisten lag bei mehr als 32 Jahren.

Monterrey als echtes Veteranen-Treffen

Wie ungewöhnlich eine solche Besetzung ist lässt sich ablesen, wenn man das Turnier von Monterrey mit dem zeitgleich ausgetragenen Challenger von Stockton (USA) vergleicht. Selbst alle vier Halbfinalisten zusammen kommen dort nur auf ein Karriere-Preisgeld von knapp über 50 000 Dollar. Und der Altersschnitt lag bei im Vergleich geradezu juvenilen 22 Jahren.

(Bild © imago)

WAS IST DEINE MEINUNG?
Lustig

LUSTIG

0

Liebe

LIEBE

0

Oh man...

OH MAN...

0

Wow

WOW

0

Traurig

TRAURIG

0

W├╝tend

W├╝TEND

0

Christian Schwell
am 07.10.2018 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verr├╝ckter, der seine Texte gerne mit etwas Humor w├╝rzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

» Zu den Beitr├Ągen von Christian Schwell