Jetzt die App myTennis runterladen!

Auch unterwegs immer informiert bleiben & die Welt des Tennis entdecken.

Pro

Radwanska verabschiedet sich vom Profitennis

14.11.2018|19:00 Uhr|von Christian Schwell
Radwanska verabschiedet sich vom Profitennis

 „Die wichtigste Entscheidung meines Lebens.“

Eine ehemalige Nummer zwei der Welt und Wimbledonfinalistin von 2012 sagt dem Profitennis „Adieu“: Die Polin Agnieszka Radwanska hat heute mit 29 Jahren über die sozialen Medien ihren Rücktritt von der Tennis-Tour verkündet.

Radwanskas Körper ist der Tour nicht mehr gewachsen

Radwanska begründet den Schritt in ihrem Statement, in dem sie sowohl von einer „schwierigen Entscheidung“ als auch von der wichtigsten ihres Lebens sprach, mit ihren Verletzungsproblemen. „Leider bin ich nicht mehr in der Lage so zu trainieren du spielen, wie ich es einmal konnte. Mein Körper kann die Erwartungen, die ich an mich selbst stelle nicht mehr erfüllen“, so die aktuelle Nummer 75 der WTA Rangliste. Ihr letztes Match auf der Tour hatte Agnieszka Radwanska Mitte September im Achtelfinale von Seoul gegen die Rumänin Irina-Camelia Begu 4:6, 3:6 verloren.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

I'm grateful for having the best and most loyal fans in all of tennis ❤❤❤

Ein Beitrag geteilt von Aga Radwanska (@aradwanska) am

Zum Abschied beste Wünsche aus der Profi-Branche

Nach Veröffentlichung ihres Statements gab es auf Twitter, Instagram und Co diverse Kommentare aktueller und ehemaliger Profikollegen und Kolleginnen der Polin, die ihre Karriere würdigten und für den neuen Lebensabschnitt alles Gute wünschten. So betonte Andy Murray, ihre Spielweise immer sehr gemocht zu haben, Boris Becker gratulierte zu einer tollen Karriere und Julia Görges wünschte alles Gute für das nächste Kapitel ihres Lebenswegs.

Auch Novak Djokovic wurde nach seinem heutigen Match in London auf das frühe Karriereende Radwanskas angesprochen. Der Serbe zeigte sich überrascht von dieser Entwicklung und lobte die 20-fache Turniersiegerin als eine ganz besondere Spielerin.

Eine spielerische Ausnahme jenseits des Powertennis

Und tatsächlich war die Rechtshänderin aus Krakau eine spielerische Ausnahmeerscheinung auf der Tour. Mit ganz anderen Mitteln als die meisten Damen der Weltspitze, die voll auf die Karte „Powertennis“ setzten und setzen, erreichte sie während ihrer 13-jährigen Profilaufbahn als erste Polin überhaupt Wimbledon-Finale in der Open Era, holte sich den Titel bei den WTA Finals und erreichte regelmäßig die späten Runden bei den Grand Slams.

Ihre ungewöhnliche Spielweise mit viel Raffinesse, Spielwitz und Antizipation der Schläge der Gegnerin machte sie auch zu einem absoluten Fan-Liebling. Ganze sechsmal in Folge konnte sie den WTA Fan Favorite Award dankend entgegen nehmen.

Kein Abschied vom Tennis an sich

Radwanska betonte, dass ihr Abschied von den Center Courts dieser Welt kein Abschied vom Tennis an sich sein wird: „Tennis ist und wird immer etwas ganz Besonderes in meinem Leben sein.“ Es besteht also die Hoffnung, dass man die Polin in absehbarer Zeit in irgendeiner anderen Funktion rund um den Sport wiedersehen wird.

(Bild © imago)

WAS IST DEINE MEINUNG?
Lustig

LUSTIG

0

Liebe

LIEBE

0

Oh man...

OH MAN...

0

Wow

WOW

0

Traurig

TRAURIG

0

Wütend

WüTEND

0

Christian Schwell
am 14.11.2018 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

» Zu den Beiträgen von Christian Schwell