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Lisicki: „Dankbar für jede Sekunde auf dem Court“

20.11.2018|14:30 Uhr|von Christian Schwell
Lisicki: „Dankbar für jede Sekunde auf dem Court“

Rittner lobt Herz und Kampfgeist.

Es erscheint Ende 2018, wo Angelique Kerber als amtierende Wimbledonsiegerin von Platz zwei der Weltrangliste grüßt und auch Julia Görges an den Top 10 kratzt, fast etwas unwirklich. Aber: Sabine Lisicki galt einmal als die größte Hoffnung dieser talentierten deutschen Tennisspielerinnen-Generation.

Nach dem Wimbledonfinale ging es in die falsche Richtung

2013 war sie in Wimbledon ja auch schon ganz nah dran am großen Coup, von da an ging es allerdings tendenziell stetig bergab. Der Umgang mit der persönlichen und öffentlichen Erwartungshaltung, dazu zunehmend auch immer wieder Verletzungen – Lisicki, der immer die Schläge für die Weltspitze attestiert wurden, bekam die Puzzleteile ihres Spiels immer seltener zu einem gewinnbringenden Ganzen zusammengesetzt. Peu à peu fand das auch immer mehr in der Weltrangliste ihren Ausdruck – Platz 262 war vor zwei Wochen der ernüchternde Tiefpunkt.

Jetzt aber ein sportliches Lebenszeichen der 29-Jährigen. In Taipeh gab es beim WTA-Challenger im Endspiel zwar eine Niederlage und damit nicht das ganz große saisonale Happy-End, immerhin reihte Lisicki aber vorher vier Siege aneinander. Das war ihr zuletzt vor dreieinhalb Jahren in Birmingham gelungen.


Lisicki mit der richtigen Einstellung

Eine Trendwende? Zumindest ist es ein Mutmacher für die Troisdorferin. Nach dem verlorenen Finale dankte Lisicki ihrem Team und sprach von „einem großen Schritt in die richtige Richtung“. Die Einstellung scheint jedenfalls zu stimmen. „Ich bin dankbar für jeden Sekunde auf dem Court“, teilte die Bollettieri-Schülerin, die das gute Abschneiden in Taipeh wieder auf Schlagdistanz zur Top 200 bringt, ihren Fans mit.

Rittner: „Mit ihr kann man immer rechnen.“

Genau diesen Willen lobte dann auch der „Head of Women’s Tennis“ beim DTB, Barbara Rittner, im Interview auf der Website des Verbandes. Angesprochen auf Lisickis Endspielteilnahme konstatierte Rittner, nie an deren Herz und Kampfgeist gezweifelt zu haben. „Wenn sie sich körperlich im Griff hat, dann kann man immer mit ihr rechnen“, so Rittner, die also durchaus an die Möglichkeit glaubt, dass Lisicki nochmal den Sprung nach vorne schafft.

(Bild © imago)

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Christian Schwell
am 20.11.2018 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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