Jetzt die App myTennis runterladen!

Auch unterwegs immer informiert bleiben & die Welt des Tennis entdecken.

Pro

Davis Cup: Frankreich schon mit dem Rücken zur Wand

23.11.2018|19:25 Uhr|von Christian Schwell
Davis Cup: Frankreich schon mit dem Rücken zur Wand

Tsonga kann gegen Cilic das 0:2 nach Tag eins nicht verhindern.

Nach dem ersten Tag des Davis-Cup-Finales in Lille sieht es düster für die französischen Ambitionen aus, den Titel aus 2017 zu verteidigen. Nachdem schon Jeremy Chardy dem Kroaten Borna Coric klar in drei Sätzen unterlegen gewesen war, musste sich auch Jo-Wilfried Tsonga im zweiten Einzel des Tages mit 3:6, 5:7, 4:6 Marin Cilic beugen. So benötigt das kroatische Team nun aus den verbleibenden drei Partien nur noch einen Matchgewinn, um sich nach 2005 erneut den Davis Cup sichern zu können.

Noahs Nominierungs-Schachzüge bleiben ohne Wirkung

Zumindest an diesem ersten Tag zeigte der Schachzug des französischen Teamchefs Yannick Noah, auf den zwar routinierten aber mit wenig Wettkampfpraxis ausgestatteten Tsonga zu setzen, keine Wirkung. Im Gegenteil: Ähnlich wie bei Jeremy Chardy muss sich der Kapitän der Franzosen fragen lassen, warum er vor 20 000 Zuschauern in Lille nicht auf den in der Rangliste bestplatzierten (nominierten) Franzosen Lucas Pouille zurückgreifen wollte.

Auch Tsonga kann seinen Gegner zu selten in Gefahr bringen

Genau wie vorher Chardy gegen Coric schaffte es auch der im Moment außerhalb der Top 200 geführten Tsonga gegen Marin Cilic nicht, ein wirksames Mittel gegen dessen Stärke bei eigenem Aufschlag zu entwickeln. Auch die (erfolgreichen) taktischen Mittel der kroatischen Nummer eins waren denen des Landsmanns Coric ähnlich: Wie der suchte er die schwächere und anfälligere Rückhand des französischen Gegners. Und das immer wieder mit Erfolg.

Tsongas Kampfgeist allein reicht nicht aus

Und ebenfalls analog zum ersten Match des Tages führte diese Überlegenheit zu einer frühen Entscheidung im ersten Durchgang und einem späteren Break in einem etwas umkämpfteren Satz zwei, dessen Gewinn auch hier wieder die Vorentscheidung zugunsten des kroatischen Akteurs war. Dem 33-jährigen Tsonga war wenig vorzuwerfen, er kämpfte und kam auch immer wieder zu schönen Punktgewinnen.

Wirklich gefährden und in Schwierigkeiten bringen konnte er Cilic aber eben trotzdem viel zu selten.  So kam auch im zweiten Einzel des Tages der bessere, fittere und konstantere Spieler zu einem Erfolg ohne Satzverlust.

Frankreich im Doppel unter Zugzwang

Frankreich muss nun auf sein Weltklassedoppel Pierre-Hugues Herbert/Nicolas Mahut hoffen. Die beiden müssen am morgigen Samstag zwingend die Doppel-Partie gewinnen, um einen vorzeitigen Triumph der Kroaten zu verhindern. Diese haben für das Match bislang Ivan Dodig und Mate Pavic nominiert. Beide Teams könnten die Aufstellung aber auch den Regeln nach noch bis kurz vor dem Match morgen abändern.

(Bild: (c) imago)

WAS IST DEINE MEINUNG?
Lustig

LUSTIG

0

Liebe

LIEBE

0

Oh man...

OH MAN...

0

Wow

WOW

0

Traurig

TRAURIG

0

Wütend

WüTEND

0

Christian Schwell
am 23.11.2018 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

» Zu den Beiträgen von Christian Schwell