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Tommy Haas: Von wegen Ruhestand!

06.12.2018|17:00 Uhr|von Christian Schwell
Tommy Haas: Von wegen Ruhestand!

Die ehemalige Nummer zwei tanzt gleich auf drei Hochzeiten.

Der Turnierdirektor-Job beim Masters von Indian Wells, dazu die Tätigkeit im Coaching-Team des Franzosen Lucas Pouille – Tommy Haas sollte eigentlich mit der Karriere nach der Karriere voll ausgelastet sein. Trotzdem tritt er auch noch auf der Champions-Tour an. So wie jetzt, beim Abschlussturnier der „alten Herren“ in der ebenso altehrwürdigen Royal Albert Hall von London.

Tommy trifft alte Bekannte

Dort trifft sich die Crème de la Crème der Ex-Profis ab heute im edlen Ambiente. Im Interview mit der ATP zeigte sich Haas erfreut darüber, sich nach seinem Debut-Sieg beim Legenden-Turnier auf Mallorca erneut mit alten Weggefährten messen zu können: „Ich spiele mein erstes Match gegen Xavier Malisse, mit dem ich in der Vergangenheit oft in der IMG Academy trainiert habe. Es ist toll, die bekannten Gesichter zu sehen, egal ob es Juan Carlos Ferrero, Mark Philippousis, Goran Ivanisevic oder John McEnroe ist.“

Haas ist in London in einer Gruppe mit dem erwähnten Belgier Malisse und Greg Rusedski. In der anderen Gruppe präsentieren Vorjahressieger Juan Carlos Ferrero, Goran Ivanisevic und Mark Philippousis ihr immer noch vorhandenes können. Komplettiert wird das Turnier durch einen Doppelwettbewerb, bei dem auch noch die Altmeister Mansour Bahrami, Henri Leconte, Mikael Pernfors, Thomas Enquist, John McEnro, Carlos Moya und Tim Henman ins Geschehen eingreifen.

Der Turnierdirektor-Posten brachte einen Perspektivwechsel

Angesprochen auf seine Rolle als Turnierdirektor im kalifornischen Indian Wells spricht Haas vor allen Dingen an, dass die neue Aufgabe für ihn einen absoluten Perspektivwechsel gebracht hat. „Der Egoismus ist verflogen“, sagt Haas und verweist dabei auf das selbstbezogene Denken, das allen aktiven Profis irgendwo gemeinsam ist. „Es geht nicht mehr nur um mich. Jetzt geht es mehr darum, was die Spieler wollen und brauchen und was ich machen kann, damit die Aktiven sich besser fühlen. Es geht um die Fans, die Sponsoren, darum, dass das Turnier eine runde Sache für alle wird.“

Haas als Ratgeber für Pouille

Und auch an anderer Stelle ist Haas jetzt eher als „Dienstleister im Hintergrund“ tätig. Früher als erwartet ist er ins Trainer-Business eingestiegen und zusätzlich zu seinen Aufgaben in Indian Wells Teil des Teams von Lucas Pouille geworden. „Ich dachte nicht, dass ich so früh im Coaching-Bereich tätig werden würde“, gibt Tommy Haas zu. „Aber wenn man um Rat gefragt wird und um ein bisschen Hilfe, dann versuche ich das möglich zu machen.“ Speziell in Bezug auf Pouille, der zuletzt eher mittelmäßige Ergebnisse ablieferte, ist noch nicht klar, in welchem Umfang die die Zusammenarbeit fortgesetzt wird. Zumal der Deutsche auch betont, dass seine Familie nun höchste Priorität genießt.

An die Chance Pouilles, sich wieder mehr Richtung Spitze der Weltrangliste zu bewegen, glaubt Haas aber auf jeden Fall: „Lucas hat eine Menge Potential. Ich mag sein Spiel sehr. Er ist ein großartiger Athlet und besitzt genug Klasse, um gute Jahre vor sich zu haben.“

(Bild © imago)

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Christian Schwell
am 06.12.2018 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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