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Rückblick: Teilerfolge für Siegemund und Lottner, Witthöft enttäuscht

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21.12.2018|16:00 Uhr|von Björn Walter
Rückblick: Teilerfolge für Siegemund und Lottner, Witthöft enttäuscht

DTB-Trio durchlebt durchwachsene Saison.

Nüchtern betrachtet hat weder Laura Siegemund, Antonia Lottner noch Carina Witthöft ihr Saisonziel erreicht. Ein Platz in den Top 100 blieb für alle drei außer Reichweite. Die beiden Erstgenannten können dennoch ein versöhnliches Fazit ziehen.

Politik der kleinen Schritte bei Siegmund

Siegemund hatte 2018 ohnehin nur als Übergangsjahr betrachtet. Zehn Monate nach ihrem Kreuzbandriss war die quirlige Schwäbin beim Sandplatzturnier in Charleston auf die große Bühne zurückgekehrt. Das Knie hielt den Belastungen auch in den folgenden Wochen stand, nennenswerte Erfolge sollten sich allerdings erst später einstellen.

Nachdem die Stuttgart-Siegerin von 2017 bei den Großveranstaltungen in Rom und Roland Garros bereits in Runde eins hängen blieb, versuchte sie es eine Ebene tiefer: auf der ITF-Tour. Ein sinnvoller Schritt, wie die Finalteilnahmen in Versmold und Hechingen sowie der Titelgewinn in Bad Saulgau zeigen.

Bei den WTA-Turnieren in Bukarest und Moskau, wo die 30-Jährige jeweils das Viertelfinale erreichte, zahlte sich der strategische Schritt aus. Da die ehemalige Nummer 27 der Welt in der zweiten Saisonhälfte allerdings nicht nachlegen konnte, steht Siegemund 2019 von Beginn an unter Zugzwang.

Lottner deutet Potenzial zu selten an

Das gilt auch für Antonia Lottner. Die 22-jährige Düsseldorferin hatte zwar im Juni ihr neues Career High Ranking (WTA 128) fixiert, den längst überfälligen Sprung unter die besten 100 aber erneut verpasst. Dass "Lotti" das Potenzial für diesen Schritt mitbringt, stellte sie gleich mehrfach unter Beweis. Beim Rasenturnier in 's-Hertogenbosch (Viertelfinale) und bei den WTA-Events in Prag und Mallorca (Achtelfinale) spielte die Deutsche ihre Qualitäten aus.

Zuletzt stand Lottner im Finale der Deutschen Meisterschaften in Biberach. Gute Voraussetzungen also, um selbstbewusst in die neue Saison zu starten.

Rittner kritisiert Witthöft

Dieses Selbstvertrauen ging Carina Witthöft 2018 fast durchgängig ab. Im Vorjahr noch strahlende Premierensiegerin beim WTA-Turnier in Luxemburg, findet sich die Hamburgerin im Moment nur noch auf Rang 171 wieder. Für die langjährige Bundestrainerin Barbara Rittner sind die Probleme hausgemacht, wie sie bereits im Sommer im Hamburger Abendblatt herausstrich:

"Sie hat alle Anlagen, um dauerhaft in den Top 50 zu stehen. Carina ist aber leider nicht bereit, noch mehr zu investieren, um den nächsten Schritt zu machen. Das finde ich sehr schade."

Auch Witthöfts Aktivitäten in den sozialen Netzwerken gefallen Rittner nur bedingt:

"Sie will zu viel, will ein Leben führen wie ihre Schwester Jennifer, die Mode studiert und feiern geht, und gleichzeitig will sie Tennisprofi sein. Sie muss sich entscheiden, wohin es gehen soll."

Wir sind gespannt, welchen Weg die 23-Jährige im kommenden Jahr einschlägt.

(Bild © imago)

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Björn Walter
am 21.12.2018 gepostet von:
Björn Walter
Redakteur
Schlägt aus dem zweiten Stock auf, kennt gute Beinarbeit jedoch nur vom Hörensagen. Tennis-Allzweckwaffe mit Herz für amüsante Geschichten abseits des Centercourts. In Redaktionskreisen als Ein-Mann-La-Ola-Welle für Rafael Nadal erprobt. Auch aktiv mit Laufschuhen und Rennrad.

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