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Alexander Zverev will die Nummer 1 werden

31.12.2018|14:50 Uhr|von Henrike Maas
Alexander Zverev will die Nummer 1 werden

Der 21-Jährige macht sich keine Sorgen über die Zukunft seiner Karriere.

Alexander Zverev ist, wenn es nach Meinung Vieler geht, ein wandelndes Tennis-Dilemma. Auf der einen Seite gilt er als das größte Talent, das die ATP Tour derzeit zu bieten hat. Als Spieler in den Top 10 inzwischen etabliert, hat Zverev sich erst kürzlich mit dem Titel bei den ATP Finals zum Sieger unter den besten acht Spielern 2018 gekürt. Auf dem Weg zum Triumph hat der Deutsche dabei unter anderem Roger Federer und Novak Djokovic besiegt.

Auf der anderen Seite steht bei Alexander Zverev immer die Frage im Raum: Warum klappt es auf allen großen Bühnen des Tennis, nur nicht bei den Grand Slams? Die Nummer 4 der Welt gewinnt Masters, ist nun ATP Finals-Sieger, aber bei den Grand Slams steht als Bestmarke ein einziges Viertelfinale zu Buche. Das gab es in diesem Jahr bei den French Open, sonst war 2018 immer in Runde 3 bereits Schluss. Was läuft da schief?

"Ich kann die Nummer 1 der Welt werden"

Der Einzige, der dieses Dilemma völlig gelassen sieht, ist Alexander Zverev selbst. Trotz seiner noch jungen Jahre ist Zverev immer einer gewesen, der klar ausgesprochen hat, was er denkt. Versagensängste? Kennt er nicht. Sorgen für die Zukunft? Hat er keine. Das bekräftigte der Deutsche erst kürzliche wieder gegenüber dem australischen Nachrichtenportal Nine.com.au. Derzeit mit Angelique Kerber beim Hopman Cup in Perth antwortete "Sascha" auf die Frage, ob er glaube, dass er die Nummer 1 der Welt werden kann mehr als deutlich: "Wissen Sie, ich würde nicht all die Sachen auf dem Court machen, ich würde nicht all die Sachen im Gym machen. Ich würde nicht alles geben, was ich habe, wenn das nicht genau das wäre, was ich wirklich will. Ich denke, wenn ich die richtigen Sachen mache und es gut läuft, wird [die Nr. 1 zu werden] auch mein Hauptziel werden. Ich will nicht sagen, dass ich dieses Ziel auch erreiche, aber ich bin mir sicher, dass ich es sein kann".

Roger Federer sprach ihm Mut zu

Dass man auf dem Weg dahin auch mal stolpern und verlieren kann, gehört für Alexander Zverev dazu. Er sieht das gelassen: "Wenn man gewinnt, gewinnt man. Wenn man verliert, ist das auch okay, solange man den Fokus fürs große Ganze nicht verliert". Zuspruch bekommt der 21-Jährige auch von der allerhöchsten Tennis-Instanz. Nachdem Zverev in diesem Jahr bei den Australian Open gegen Hyeon Chung verlor, kam kein anderer als Roger Federer in der Umkleide auf ihn zu und machte ihm Mut. "Er war sehr aufmunternd und hat gesagt, dass es okay ist, sich Gedanken zu machen. Aber dass ich mich in ein paar Jahren an dieses Match kaum erinnern werde", erinnert sich Zverev an die Begegnung. "Und dann hat er mir Beispiele von seinen frühen Grand Slam-Auftritten gegeben und erzählt, wie die Leute sagten 'Ach, dieser talentierte, junge Spieler, der es wahrscheinlich nie schaffen wird'. Er war auch gut in Masters und großen Turnieren, außer bei den Grand Slams. Roger hatte es niemals weiter als das Viertelfinale gebracht, bis er dann das erste Mal Wimbledon gewonnen hat".

Das war 2003 und was danach mit Federers Karriere passierte, ist wohl allen hinlänglich bekannt. Ob Alexander Zverevs Karriere auch mal nur annähernd so gut wird wie die von Roger Federer, weiß keiner. Es wäre wohl auch ein sehr ambitionierter Anspruch, das schaffen zu wollen. Aber wenn Zverev weiterhin an sich glaubt, weiterhin hart arbeitet und auch einer wie Federer sich keine Sorgen macht, ist es wohl wirklich nur eine Frage der Zeit, bis aus der jetzt schon guten Karriere des 21-Jährigen eine ganz große wird. 

(Bild © imago

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Henrike Maas
am 31.12.2018 gepostet von:
Henrike Maas
Redakteur
Henrike hat ihre Liebe zum Tennis erst später entdeckt, ist seitdem aber sowohl auf und neben dem Court immer dabei. In den Bereichen Technik, Taktik und Ausrüstung etwas detailverliebt, kann man mit ihr über alles rund um die gelbe Filzkugel reden.

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