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ATP Brisbane: Tsonga ringt Lokalmatador De Minaur mit Power-Tennis nieder

04.01.2019|13:50 Uhr|von Dennis Ebbecke
ATP Brisbane: Tsonga ringt Lokalmatador De Minaur mit Power-Tennis nieder

Ein stimmungsvoller Vorgeschmack auf die Australian Open.

Dieses Viertelfinale hat Lust auf das erste Grand Slam des Jahres gemacht. Warum? Weil das Duell von Jo-Wilfried Tsonga gegen Alex De Minaur beim ATP-Turnier in Brisbane neben Power-Tennis auch amüsante Einlagen und Top-Stimmung auf den Rängen zu bieten hatte.

Auch wenn der Franzose den Australier letztlich mit 6:4, 7:6 (7:2) aus dem Rennen werfen konnte: Die Fans in "Down Under" haben alles getan, um ihren Lokalmatadoren ins Halbfinale zu hieven. Am Ende wurde Tsonga für seine druckvolle Spielweise belohnt, mit der er den Youngster immer wieder überraschen konnte.

Tsonga avanciert zum Stimmungskiller

Der einstige Weltranglistenfünfte (inzwischen auf Rang #239 heruntergefallen) knüpfte nahtlos an seine Auftaktpartien gegen Thanasi Kokkinakis und Taro Daniel an. Mit einem frühen Break und einer schnellen 2:0-Führung gab er seinem 14 Jahre jüngeren Kontrahenten zu Beginn keine Chance, über sich hinauszuwachsen. Doch De Minaur steckte nicht auf, meldete sich mit einem Break zum 2:2 zurück - auch weil ein Netzroller von Tsonga im denkbar schlechtesten Augenblick im Aus landete.

Beim Stande von 4:4 wendete sich das Blatt wieder. Zwar konnte De Minaur die ersten beiden Breakbälle mit Service-Winnern abwehren, doch gegen Tsongas kraftvolle Longline-Rückhand und seinen nicht minder spektakulären Vorhand-Kracher im Anschluss hatte der Australier nichts auszurichten. Danach servierte der Franzose souverän zum Satzgewinn aus.

Lokalmatador De Minaur nutzt seine Chancen nicht

Der zweite Satz hatte ebenso viele Höhepunkte zu bieten. Spektakulär ging es im sechsten Spiel zu, als sich De Minaur - der jetzt ebenfalls mutiger agierte - drei Breakbälle erkämpfen konnte. Nutzen konnte er jedoch keinen, weil Tsonga immer die passende Antwort parat hatte. Den ersten Breakball wehrte der 33-Jährige ab, obwohl seinem Gegner sogar ein Tweener glückte - unglaublich. 3:3!

"Was Jo-Wilfried kann, kann ich schon lange", dachte sich vermutlich Alex De Minaur. Als selbst die eingefleischtesten Fans in Brisbane dachten, dass Tsonga seinen Gegner im darauf folgenden Spiel für dessen ungenutzte Chancen bestrafen würde, kam es mal wieder ganz anders. Auch der in Sydney geborene 19-Jährige wehrte eine Reihe von Breakbällen ab und zeigte Nehmer-Qualitäten.

Am Ende zahlt sich dann aber die Erfahrung des Franzosen aus, der im Tiebreak ganz genau wusste, an welchen Stellschrauben er zu drehen hatte. Deutlich mit 7:2 holte er sich den Sieg und blieb damit zum dritten Mal in Brisbane ohne Satzverlust. Im Halbfinale trifft Tsonga auf Daniil Medvedev, der Milos Raonic bezwungen hatte.

Und De Minaur? Der Youngster kann stolz auf seine Entwicklung und seine Leistung in Brisbane sein. Die australische Tennis-Nation steht vor dem Melbourne-Start hinter ihm, wie die folgende Randnotiz beweist.

(Bild © imago)

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Dennis Ebbecke
am 04.01.2019 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur t├Ątig, f├╝hlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fu├čballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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