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Hopman Cup

Hopman Cup: Federer erteilt Zverev eine Lehrstunde - Schweiz führt im Finale

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05.01.2019|10:15 Uhr|von Dennis Ebbecke
Hopman Cup: Federer erteilt Zverev eine Lehrstunde - Schweiz führt im Finale

Hochkonzentrierter "Maestro" braucht nur 70 Minuten zum Sieg.

Die Tennisfans, die am Samstag ein wenig länger schlafen und dennoch die Entscheidungen im Generationen-Duell zwischen Roger Federer (37 Jahre) und Alexander Zverev (21) nicht verpassen wollten, hatten eigentlich gute Karten. Es schien nämlich eine Gesetzmäßigkeit zu geben, wenn die beiden beim Hopman Cup aufeinandertreffen: Der erste Satz wird erst im Tiebreak entschieden - und den gewinnt immer der deutsche Youngster. So war es bei Zverevs Vorrundensieg 2017 und so war es auch bei Federers Finalsieg im vergangenen Jahr.

Doch im Auftaktmatch des vermutlich letzten Finals dieses Traditionsturniers im australischen Perth kam es anders. Diesmal setzte sich der an diesem Tag enorm aufschlagstarke Schweizer relativ deutlich mit 6:4, 6:2 durch und bescherte seiner Nation damit die wichtige 1:0-Führung. Damit gelang dem Weltranglistendritten auch die Revanche für die Halbfinalniederlage bei den ATP Finals.

Erster Satz: Federer gibt bei eigenem Aufschlag nur zwei Punkte ab

Das Match begann am frühen Samstagmorgen (deutsche Zeit) so, wie man es erwarten konnte: auf Augenhöhe und mit schnellen Aufschlagspielen. Erst im sechsten Spiel wurde es für Zverev etwas enger, als er nach einer komfortablen 40:0-Führung - auch aufgrund eines Doppelfehlers - über Einstand gehen musste. Konnte er diesmal noch den Breakball verhindern, gelang ihm das beim Stande von 3:4 nicht mehr. Wieder ging es bei Aufschlag Zverev in die Verlängerung - und wieder bestand der ATP-Finals-Champion die Bewährungsprobe. Noch ...

Während der Deutsche in dieser Phase um seine Aufschlagspiele zittern musste, hatte sein Schweizer Kontrahent bei eigenem Service überhaupt keine Probleme. Nur zwei Punkte waren seinem Gegenüber im ersten Satz vergönnt. Und so kam es, wie es kommen musste: Bei 4:5 aus seiner Sicht startete Zverev mit seinem dritten Doppelfehler und kassierte letztlich im denkbar schlechtesten Augenblick das Break, das Federer den 6:4-Satzgewinn bescherte. Der Knackpunkt: Der "Maestro" brachte es auf eine Aufschlagquote von 77 Prozent, Zverev nur auf 65 Prozent.

Zweiter Satz: Zu viele falsche Entscheidungen von Zverev

Zu Beginn des zweiten Satzes "menschelte" dann auch Federer - allerdings nur für einen kurzen Moment, als er Zverev auf Einstand herankommen ließ. Im Anschluss ging es so weiter, wie der erste Satz aufgehört hatte: mit einem Break für den Eidgenossen. Dieser holte sich die 2:0-Führung mit Hilfe einer fantastischen Rückhand, die wie ein Strich an seinem Gegner vorbeizog.

Zwar hatte Zverev in diesem Durchgang mehr Chancen bei Service Federer als im ersten Satz, traf jedoch häufig die falschen Entscheidungen. Auch seine Rückhand wackelte bedenklich. Ausgerechnet mit einem weiteren Doppelfehler ermöglichte der DTB-Spieler seinem Gegenüber beim Stande von 2:5 den ersten Breakball. Diesen konnte Zverev noch abwehren, den nächsten aber nicht mehr.

Wie wichtig Federer eine Titelverteidigung wäre, machen auch die Statements deutlich, die er im Siegerinterview in die Welt hinausschickte: "Es war ein gutes Match für mich. Jetzt sind wir in einer guten Position vor dem Einzel von Belinda." Zudem machte "FedEx" deutlich, dass es ihm viel bedeute, hier in Australien zu spielen.

Alles in allem erteilte der 37-jährige "Tennis-Oldie" seinem jungen Kontrahenten an diesem Tag eine kleine Lehrstunde. Nun ist es an Angelique Kerber, Deutschland im Finale am Leben zu halten. Sie muss gegen Belinda Bencic gewinnen, um das entscheidende Mixed möglich zu machen.

(Bild © imago)

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Dennis Ebbecke
am 05.01.2019 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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