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Hopman Cup

Hopman Cup: „Deciding Point“ entscheidet das Finale!

05.01.2019|15:00 Uhr|von Christian Schwell
Hopman Cup: „Deciding Point“ entscheidet das Finale!

Einzelner Wahnsinns-Punkt entscheidet das Finale zugunsten von Federer und Bencic.

Wenn sich beim Herren-Doppel auf der ATP Tour partout kein Sieger herauskristallisieren will und es zum Satzgleichstand kommt, hält das Regelbuch mittlerweile den Champions-Tiebreak parat, um eine Entscheidung zu erzwingen. Zehn Punkte bei zwei Punkten Vorsprung sind dann im Normalfall nötig, um das Match zu entscheiden. Beim Hopman Cup, wo das Mixed nach den in Australien erfundenen Fast4-Regeln ausgetragen wird, wird entsprechend des Namens auch in diesen Satzausgang noch mehr Schnelligkeit herein gebracht: Einfach wer zuerst fünf Punkte holt, ist am Ende der strahlende Sieger.

Fast-4-Modus sorgt für Dramatik

Das kratzt zwar einerseits an der Chancengleichheit, weil es – gerade wenn er Roger Federer heißt und wie Roger Federer serviert – dem Aufschläger beim Stand von 4-4 doch klar bevorteilt, andererseits brachte es den Zuschauern beim Finale des Hopman Cups aber auch eine der wahrscheinlich dramatischsten Entscheidungen der Tennis-Geschichte, die in einem einzigen Wahnsinnspunkt kulminierte.

Nachdem Sekunden zuvor noch viele mit der Regel nicht Vertraute im Publikum verwundert große Augen machten, als der Schiedsrichter den alles entscheidenden „Deciding Point“ verkündete, löste sich anschließend alles in Jubel auf Seiten der Schweiz und Enttäuschung ob der ultra-knappen Niederlage bei Kerber und Zverev auf.

"Warum, Roger? Einfach: Warum?"

Letzterer spielte bei der anschließenden Siegerehrung dann vor allen Dingen darauf an, dass es sich um eine Wiederholung des Vorjahres-Ergebnisses handelte. Bestückt mit exakt denselben Protagonisten hatte das Finale 2018 auch den gleiche Ausgang zugunsten der Eidgenossen gefunden. Was Zverev scherzend fluchen ließ: „Wir haben euch so satt.“ Augenzwinkernd an Federer gerichtet ergänzte er noch flehend: „Besonders du, du bist schon ‚dreißig-was-auch-immer‘! Warum? Einfach: Warum?“.

Roger redet zuviel

Und auch von seiner eigenen Mixed-Partnerin bekam der Maestro trotz seiner überragenden Leistung auch in diesem Match noch im Spaß ein wenig die Leviten gelesen. Belinda Bencic bedankte sich zwar zunächst brav dafür, dass Roger mit ihr spielte, tadelte ihn dann aber ein wenig für seinen großen Gesprächsbedarf während des Matches: „Manchmal ist es etwas schwierig, denn du redest sehr viel…!“

Sollten es aber auch die vielen guten Ratschläge Federers gewesen sein, die in diesem denkwürdigen Finale den knappen Ausschlag gegeben haben, wird Bencic wahrscheinlich den Redebedarf ihres großen Landsmannes verschmerzen können.

(Bild © imago)

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Christian Schwell
am 05.01.2019 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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