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Nach Final-Spektakel: Der Hopman Cup muss bleiben! [Kommentar]

06.01.2019|13:10 Uhr|von Dennis Ebbecke
Nach Final-Spektakel: Der Hopman Cup muss bleiben! [Kommentar]

Hope dies last. Und der Hopman Cup hoffentlich nie.

Soll es das wirklich gewesen sein? War dieser packende "Deciding Point" im Mixed-Tiebreak zwischen der siegreichen Schweiz und Deutschland der letzte eines Kult-Turniers, das seit 1989 den Start ins neue Jahr eines jeden Tennisfans versüßt? Noch ist nichts entschieden, doch die beschlossene Wiedereinführung des World Team Cups ab 2020 könnte das ganze Gebilde zum Einsturz bringen. Doch spätestens nach dem sensationellen Finale zwischen Belinda Bencic/Roger Federer und Angelique Kerber/Alexander Zverev ist es an der Zeit, ein Zeichen zu setzen. Wir meinen: Der Hopman Cup muss bleiben!

Erfrischend, stimmungsvoll und hochkarätig besetzt: So präsentiert sich das nach dem ehemaligen australischen Tennisspieler Harry Hopman benannte Einladungsturnier seit vielen Jahren. Bevor bei den Australian Open in Melbourne um Punkte, Preisgeld und Trophäen gekämpft wird, stehen rund um den Jahreswechsel in Perth andere Dinge im Vordergrund.

Das gibt es nur beim Hopman Cup!

Dieses Turnier schafft das, was kaum ein anderes auf der Tour zu leisten vermag: Es zeigt die Superstars des Tennissports so, wie sie wirklich sind. Hautnah. Ungeschminkt. Echt. Wo gibt es schon eine 23-malige Grand-Slam-Siegerin (Serena Williams) zu sehen, die eine andere aktive Tennis-Legende (Roger Federer) um ein Selfie bittet? Wo dürfen wir miterleben, dass Angelique Kerber den großen "Maestro" zu einem Grundlinienduell herausfordert? Das alles bietet nur der Hopman Cup.

Und das Beste daran: Die Federers, Zverevs, Kerbers und Co. lachen und feixen nicht etwa auf Kommando. Man nimmt ihnen ab, dass sie auf dem Platz Spaß haben. Keine Frage: Natürlich sorgen auch Showkämpfe mit "Spaßmachern" wie Henri Leconte und Mansour Bahrami für Unterhaltung. Doch den Stars beim Hopman Cup gelingt spielend leicht der Spagat zwischen zwanglosem Entertainment und sportlichem Ernst. Genau das ist es, was die 14.000 Zuschauer in der Arena so lieben.

Die Tenniswelt macht sich für den Hopman Cup stark

Man kann Turnierdirektor Paul Kilderry und seinem Team nur wünschen, dass ihre Argumente erhört werden, damit der Vorhang dieses Turniers nicht fällt. Die spektakuläre 2019er Auflage dürfte den Organisatoren dabei ebenso in die Karten gespielt haben wie die vielen positiven Statements aus der Tennis-Welt. Ob Andy Murray, Darren Cahill, Kristina Mladenovic, Daria Gavrilova oder Andrea Petkovic: Sie alle haben sich über die sozialen Netzwerke deutlich für eine Fortsetzung des Hopman Cups stark gemacht.

Bei allem Verständnis für wirtschaftliche Entscheidungen, die den Tennissport weiter voranbringen sollen, und für die Gefahr von überspielten Akteuren: Never change a winning team! Daran haben sich Bencic/Federer und Kerber/Zverev gehalten. Es wäre ein wichtiges Zeichen an alle Tennisfans, wenn in Bezug auf den Hopman Cup auch die Regel "Never change a running system" weiterhin gelten würde. Millionen Tennisfans aus aller Welt werden es euch danken!

(Bild © imago)

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Dennis Ebbecke
am 06.01.2019 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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