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Emotionales Interview: Bei dieser Frage kommen Federer die Tränen

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07.01.2019|18:45 Uhr|von Dennis Ebbecke
Emotionales Interview: Bei dieser Frage kommen Federer die Tränen

So viel hat der Schweizer seinem verstorbenen Trainer zu verdanken.

Es ist über 16 Jahre her, als Peter Carter auf seiner Hochzeitsreise in Südafrika bei einem Autounfall tödlich verunglückte. Der Australier war einst selbst als Tennis-Profi aktiv, betreute im Anschluss an seine Karriere unter anderem Roger Federer - im Alter von zehn bis 14 und von 16 bis 20 Jahren. Sieben Tage vor seinem 21. Geburtstag erhielt der heutige Weltklassespieler die schreckliche Nachricht.

Für Federer brach an diesem 1. August 2002 eine Welt zusammen. Bis heute hat er den Tod Carters nicht verwunden, wie ein aktuelles CNN-Interview verdeutlicht. Als ihn die Moderatorin mit der Frage konfrontierte, was seinem Ex-Trainer Federers 20 gewonnene Grand Slams wohl bedeuten würden, konnte der 37-Jährige seine Tränen nicht mehr zurückhalten.

Federer: "Ich hoffe, er wäre stolz auf mich"

Sichtlich überwältigt von seinen Gefühlen hielt Federer kurz inne, entschuldigte sich und fuhr mit tränenerstickter Stimme fort: "Ich hoffe, er wäre stolz auf mich. Er wollte nicht, dass ich mein Talent vergeude." Der Schweizer hat sich die Worte seines damaligen Coaches zu Herzen genommen. Für ihn sei es eine Art Weckruf gewesen, als Carter starb. "Danach begann ich, wirklich hart zu trainieren", so der "Maestro".

Für den Weltranglistendritten steht fest: Ohne Peter Carter wäre er niemals so erfolgreich geworden. Der Australier war es, der ihm die menschlichen Werte und die sportliche Technik lehrte, die den sympathischen Schweizer heute weit über den Tenniscourt hinaus auszeichnen. "Ich würde ihm gerne sagen, dass ich enorm glücklich bin, dass ich die richtigen Leute und die richtigen Coaches zur richtigen Zeit um mich hatte. Klar, ich traf die Entscheidungen, aber ich hatte auch Glück", gibt sich der Tennisstar nachdenklich und gewohnt bescheiden.

Wenn Roger Federer bald bei den Australian Open 2019 aufschlägt, wird Peter Carter in seinen Gedanken bei ihm sein und ihn auf dem Weg zum vielleicht siebten Titel in Melbourne begleiten ...

(Bild © imago)

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Dennis Ebbecke
am 07.01.2019 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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