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Australian Open: Bitter - Görges scheitert in Runde eins!

14.01.2019|03:35 Uhr|von Christian Schwell
Australian Open: Bitter - Görges scheitert in Runde eins!

Enttäuschende Dreisatzniederlage  gegen die Amerikanerin Danielle Collins.

Die an Nummer vierzehn gesetzte Julia Görges (WTA 14) hat sich direkt im ersten Match des Tages in der Margaret Court Arena mit einem 6:2, 6:7, 4:6 gegen Danielle Collins (WTA 35) aus dem Turnier verabschiedet. Die  Partie dauerte zwei Stunden und 26 Minuten.

Görges mit dem Turniersieg im Rücken

Julia Görges war, nicht zuletzt auch durch ihre Titelverteidigung in Auckland vor einer Woche, als klare Favoritin in die Partie gegen Collins gegangen, die bisher in diesem Jahr sieglos geblieben war und innerhalb eines Grand-Slam-Hauptfelds bisher überhaupt noch nicht gewinnen konnte.
Trotzdem war die 25-Jährige keinesfalls zu unterschätzen, denn sie hat sich in den letzten zwölf Monaten die bisher besten Ranglistenplatzierungen ihrer Karriere erspielt – und das vor allen Dingen auf Hartplätzen.

Satz eins: Die Deutsche wackelt nur ganz zu Beginn

Und die ehemalige College-Spielerin trat zunächst auch unbeschwert auf und erspielte sich früh die ersten Breakchancen der Partie. Görges überstand ihre etwas unsichere Startphase aber. Um dann selber das Ruder in die Hand zu nehmen und schon im zweiten Aufschlagspiel der Gegnerin zum Break zu kommen. Anschließend verwaltete sie die Führung erfolgreich mit dem eigenen Service. Ein weiteres Break zum 5:2 stellte dann schnell die Weichen Richtung Satzgewinn für die Wahl-Regensburgerin, den Görges schließlich nach 30 Minuten klar machte.

Satz zwei: Die Aufschlagquote als Knackpunkt 

Im zweiten Satz schlich sich dann aber der Schlendrian ins Spiel der Favoritin ein. Gerade die Quote der ersten Aufschläge ließ zu wünschen übrig. Eine in dieser Phase etwas fahrig wirkende Görges kassierte aus dem Nichts ein Break, dem sie fortan hinterher lief. Bei 2:4 holte sie sich dann aber das Break gegen die zu enteilen drohende Collins zurück.  Bei 5:5 schien ein weiterer Aufschlagverlust der Amerikanerin das Match dann endgültig zurück in Richtung Görges zu drehen. Collins rettete sich aber unter unfreiwilliger Mithilfe der Deutschen, der es nicht gelang,  das Match mit dem eigenen Service zu beenden, in den Tiebreak. Mehr noch: Sich lautstark anfeuernd holte sie sich den Durchgang in diesem Tiebreak schließlich mit 7-5.   

Satz drei: Jule von der Rolle

Langsam mussten bei den Fans der Julia Görges alle Alarmglocken schrillen, denn der gelang es nicht, ihre Leistung wieder zu stabilisieren. Sofort geriet sie im Entscheidungssatz in Rückstand.  Ihre Fehlerquote nahm beängstigende Ausmaße an, daran änderte auch ein zwischenzeitliches Rebreak nichts.
Görges war von der Rolle und schaffte es nicht mehr, die nötige innere Ruhe zu entwickeln, um dem Spiel nochmal eine Wende zu geben. Am Ende der Partie stand das bittere und unerwartete Aus in der ersten Runde für eine Spielerin, die mit glänzenden Vorleistungen in diesen ersten Saison-Höhepunkt hinein gegangen war.    

(Bild © imago)

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Christian Schwell
am 14.01.2019 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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