Jetzt die App myTennis runterladen!

Auch unterwegs immer informiert bleiben & die Welt des Tennis entdecken.

Pro

Australian Open: Rafa rast zu seinem 250. Grand-Slam-Sieg

18.01.2019|11:40 Uhr|von Dennis Ebbecke
Australian Open: Rafa rast zu seinem 250. Grand-Slam-Sieg

Keine Chance für australischen Shootingstar.

Vor dem Start der Australian Open 2019 war die Hoffnung der Tennis-Fans in "Down Under" groß, dass Alex De Minaur schon dazu bereit sein könnte, richtig weit zu kommen. Kurz zuvor hatte er in Sydney sein erstes ATP-Turnier gewonnen. Und auch mit Blick auf die Auslosung schien es nicht unmöglich, der gesamten Weltöffentlichkeit zu zeigen, wer er ist - auch wenn die Wahrscheinlichkeit eines Duells mit Rafael Nadal in der dritten Runde groß war. Doch niemand wusste genau, wie stark der zuvor angeschlagene Spanier wirklich sein würde.

Jetzt wissen wir es. Und  Alex De Minaur ebenfalls. Im letzten Match der Night Session (Ortszeit) in der Rod Laver Arena blieb der Australier chancenlos. Rafa fertigte seinen erst 19-jährigen Kontrahenten mit 6:1, 6:2, 6:4 ab - und marschierte damit geradewegs zu seinem 250. Grand-Slam-Sieg. Besser hätte der Australian-Open-Sieger aus 2009 nicht abliefern können.

Nadal behält immer die Nerven

Der erste Satz war bereits nach 40 Minuten Geschichte, im zweiten konnte De Minaur immerhin acht Minuten länger dagegenhalten. Zwischenzeitlich sah es sogar danach aus, als könnte er seinen prominenten Gegner ein wenig aus der Reserve locken. Beim Stande von 5:2 aus Nadals Sicht hatte der Spanier plötzlich große Probleme, den Satz auszuservieren. Rafa ließ insgesamt drei Breakbälle zu, wehrte diese jedoch im Stile eines Champions ab und verwandelte seinen Satzball.

Auch im dritten Durchgang ließ Nadal von Beginn an keinen Zweifel daran, wer der Herr im Haus ist. Dass das Publikum in der Arena fast jeden De-Minaur-Punkt wie einen Turniersieg feierte, konnte den 32-Jährigen nichts anhaben. Das frühe Break zum 1:0 spielte dem Spanier wieder einmal in die Karten. Im Anschluss nahm das Match seinen üblichen Gang: Nadal war immer da, wenn es drauf ankam und brachte das Match über die Runden.

De Minaur: Beeindruckendes Aufbäumen kurz vor Schluss

Allerdings muss man auch De Minaur ein großes Lob aussprechen: Trotz des Rückstands ließ er sich im dritten Satz nicht hängen, verkürzte immer wieder und erhöhte so den Druck auf die Nummer zwei der Welt. Die Körpersprache beeindruckte: Statt den Kopf in den Sand zu stecken, pushte er sich immer wieder. Fast hatte der Youngster Erfolg: Nadal hatte bei 5:4 bereits drei Matchbälle, doch De Minaur machte drei Punkte in Folge - Einstand. 

Doch damit nicht genug: Das Aufschlagspiel dauerte noch länger an, da der Australier weitere Matchbälle abwehren konnte. Dreimal ging es über Einstand, bis Nadal den Sieg - aus seiner Sicht endlich - eintüten konnte. Der sechste Matchball brachte letztlich den Sieg. Wow!

Nächste Hürde: Tomas Berdych

Dieser starke Auftritt gegen den australischen Shootingstar - und zum Teil gegen das Publikum in Melbourne - hat gezeigt, dass der 250. Grand-Slam-Sieg Nadals nicht lange aktuell sein dürfte. Bereits im Achelfinale könnte die "251" fallen, wenngleich Nadals Gegner Tomas Berdych bisher einen sehr starken Eindruck hinterlassen hat.

Weitere Herren-Ergebnisse aus der Nacht:
Frances Tiafoe - Andreas Seppi 6:7, 6:3, 4:6, 6:4, 6:3
Roberto Bautista Agut - Karen Khachanov 6:4, 7:5, 6:4
Grigor Dimitrov - Thomas Fabbiano 7:6, 6:4, 6:4
Tomas Berdych - Diego Schwartzsman 5:7, 6:3, 7:5, 6:4
Stefanos Tsitsipas - Nikoloz Basilashvili 6:3, 3:6, 7:6, 6:4
Roger Federer - Taylor Fritz 6:2, 7.5, 6:2

(Bild © imago)

WAS IST DEINE MEINUNG?
Lustig

LUSTIG

0

Liebe

LIEBE

0

Oh man...

OH MAN...

0

Wow

WOW

0

Traurig

TRAURIG

0

Wütend

WüTEND

0

Dennis Ebbecke
am 18.01.2019 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

» Zu den Beiträgen von Dennis Ebbecke