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Alexander Zverev gegen den australischen Unbekannten

18.01.2019|18:00 Uhr|von Henrike Maas
Alexander Zverev gegen den australischen Unbekannten

In einer Ehe gibt es das verflixte siebte Jahr, in dem nicht alles rund läuft. In der Beziehung von Alexander Zverev und den Australian Open gibt es die verflixte dritte Runde. In den letzten beiden Jahren scheiterte der 21-Jährige immer genau an diesem Punkt. Das soll sich morgen endlich ändern.

Gegen den australischen Underdog

Dafür muss Alexander Zverev an Namensvetter Alex Bolt vorbei. Bolt ist derzeit die Nummer 155 der Welt und stand zuvor noch nie in der dritten Runde eines Grand Slam. Im Einzel muss man dabei sagen. Im Doppel hat es Bolt 2014 und 2017 ins Viertelfinale von Melbourne geschafft. Der 26-Jährige ist für Zverev eine ziemliche Unbekannte. "Ich kenne sein Spiel nicht wirklich. Ich habe ihn mir heute ein wenig angeschaut. Er hat einen starken Aufschlag, eine starke Vorhand. Er spielt zurzeit sehr gut, vielleicht das beste Tennis seines Lebens", sagt die Nummer 4 der Welt.

Alex Bolt, dessen Career High im Einzel bei 139 liegt, kam mit einer Wild Card in sein Lieblingsturnier. Dort besiegt er zunächst Jack Sock in vier Sätzen und dann Gilles Simon, die 29 des Turniers, in fünf Sätzen. Beide Male kämpft sich Bolt von einem Rückstand noch zum Sieg. Und der 26-Jährige will nun natürlich weitermachen: "Hoffentlich kann ich den Schwung mitnehmen". Alexander Zverev muss also aufpassen. Getragen von einem Publikum und nichts zu verlieren, das hat schon so manchem Spieler Flügel verliehen.

"Ich bin froh in der dritten Runde zu sein"

Denn Zverev weiß selber: "Matches können sich schnell ändern". So war es auch in seiner zweiten Runde gegen Jeremy Chardy. Eigentlich schon zwei Sätze vorne, musste sich der 21-Jährige dann doch noch durch einen Fünf-Satz-Krimi graben. Was auch daran lag, dass Chardy mit dem Rücken zur Wand noch mal richtig aufdrehte. Ein neue Situation, die "Sascha" da überstehen musste: "Ich war noch nie 2:0-Sätze vorne und dann stand es 2:2. Heute war das erste Mal. Es hat auf jeden Fall geholfen, dass ich dieses Match gewonnen habe. Zum einen bin ich immer noch im Turnier, aber es war auch für mich persönlich sehr hilfreich".

Unzufrieden ist die Nummer 4 der Welt mit seiner Leistung trotz der fünf Sätze aber nicht. Das Match zwischen den beiden Freunden war wirklich eines auf ganz hohem Nivau. Da kann sich Zverev wenig vorwerfen. "Ich hatte in allen Sätzen meine Chancen, habe es aber nicht geschafft zu breaken. Ich bin einfach glücklich in der dritten Runde zu stehen", fasst der 21-Jährige sein Match zusammen.

Von Runde zu Runde denken, mehr im Moment zu sein, das scheint Alexander Zverev inzwischen sehr zu beherzigen. Auch im Match gegen Chardy wirkte der Deutsche, nie aufgeregt oder wütend, wenn es mal nicht lief. Schafft er es, dieses Momentum auch im nächsten Match beizubehalten und seine Chancen vielleicht etwas besser zu nutzen, dann sollte der vierten Runde in Melbourne nichts im Wege stehen.

(Bild © imago)

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Henrike Maas
am 18.01.2019 gepostet von:
Henrike Maas
Redakteur
Henrike hat ihre Liebe zum Tennis erst sp├Ąter entdeckt, ist seitdem aber sowohl auf und neben dem Court immer dabei. In den Bereichen Technik, Taktik und Ausr├╝stung etwas detailverliebt, kann man mit ihr ├╝ber alles rund um die gelbe Filzkugel reden.

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