Jetzt die App myTennis runterladen!

Auch unterwegs immer informiert bleiben & die Welt des Tennis entdecken.

Pro

Australian Open: Djokovic schwächelt nur kurz gegen Shapovalov

19.01.2019|08:25 Uhr|von Christian Schwell
Australian Open: Djokovic schwächelt nur kurz gegen Shapovalov

Ansturm der Jugend endet dreimal in der dritten Runde von Melbourne.

Novak Djokovic ist durch einen Sieg über Denis Shapovalov ins Achtelfinale der Australian Open eingezogen. Der Weltranglistenerste besiegte den Kanadier mit 6:3, 6:4, 4:6, 6:0. Im dritten Satz verspielte er aber ein 4:1 und musste deshalb noch in die Verlängerung.

Der dritte Vergleich zwischen Legende und Jugend

Zweimal hatte es schon gestern in dieser dritten Runde des ersten Saisonhöhepunkts des Jahres den spannenden Vergleich zwischen einer Legende des Sports und einem vielversprechenden Youngster gegeben. Nach den Duellen zwischen Roger Federer (37) und Taylor Fritz (21) sowie Rafa Nadal (32) und Alex de Minaur (19) fiel die Bilanz für die sogenannte NextGen etwas ernüchternd aus. Kein Satzgewinn sprang heraus.

Heute schien es auch bei Shapovalov lange so, als würde er sich an Djokovic komplett erfolglos die Zähne ausbeißen. Im Vorfeld der Partie hatte er den Serben als einen der Spieler genannt, zu dem er in seiner Jugend aufgeblickt hatte. Diesen Respekt vor dem Gegner schien Shapovalov durch eine besonders couragierte und aggressive Spielweise ablegen zu wollen. Der Plan ging nicht auf. Gegen einen ruhig und abgeklärt sein Spiel aufziehenden Djokovic machte er hektisch viel zu viele Fehler.

Djokovic zunächst klar überlegen 

Zweieinhalb Sätze lang war Djokovic ganz klar der Chef auf dem Platz – immer wieder unfreiwillig unterstützt durch zahlreiche unerzwungene Fehler seines Gegners.  Doch plötzlich beschäftigte er sich  klar in Führung liegend mit vielen Nebenkriegsschauplätzen wie Zwischenrufen der Zuschauer oder den Licht- und Schattenspielen in der Rod Laver Arena am frühen Abend. Besonders irritiert zeigte er sich darüber, dass zusätzlich ganz frühzeitig das Flutlicht angeschaltet wurde. Shapovalov nutze diese unkonzentrierte Phase des Branchenprimus erfolgreich zum Satzgewinn über einen genervt wirkenden Djokovic.

Der zeigte dann aber, dass gerade auch das Überwinden solcher schwierigen Situationen zu den Qualitäten eines Champions gehört. Im vierten Durchgang stellte er mit drei  Breaks die Verhältnisse wieder klar. Dem erneuten Leistungsanstieg beim Favoriten hatte Shapovalov nichts mehr entgegen zu setzen  - Djokovic machte das Achtelfinale mit einem abschließenden 6:0 klar.

Im Achtelfinale wartet der nächste Youngster auf Djokovic

Dort muss er sich nicht groß neu orientieren, was die Generation des Kontrahenten angeht. Denn das wird der 22-Jährige Russe Daniil Medvedev sein. Der kommt mit der Empfehlung in dieses Match, glatt David Goffin ausgeschaltet zu haben und ohne Satzverlust durch drei Runden spaziert zu sein. Ob das auch gegen einen Novak Djokovic reicht, darf nach den Erfahrungswerten der dritten Runde aber durchaus bezweifelt werden.

(Bild © imago)

WAS IST DEINE MEINUNG?
Lustig

LUSTIG

0

Liebe

LIEBE

0

Oh man...

OH MAN...

0

Wow

WOW

0

Traurig

TRAURIG

0

Wütend

WüTEND

0

Christian Schwell
am 19.01.2019 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

» Zu den Beiträgen von Christian Schwell