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Australian Open: Barty gewinnt gegen Sharapova Match ihres Lebens

20.01.2019|05:15 Uhr|von Dennis Ebbecke
Australian Open: Barty gewinnt gegen Sharapova Match ihres Lebens

Lokalmatadorin stoppt den Siegeszug der Russin.

Solch ein Match sieht man auf diesem Niveau auch nicht alle Tage. Zunächst sah alles danach aus, dass Maria Sharapova im Achtelfinale der Australian Open dort weitermachen würde, wo sie bei ihrem Sieg gegen Titelverteidigerin Caroline Wozniacki aufgehört hatte. Doch dem war letztlich nicht so. Nach anfänglichen Problemen zeigte die Australierin Ashleigh Barty ab Beginn des zweiten Satzes ein anderes Gesicht und siegte mit 4:6, 6:1, 6:4.

Der 22-jährigen Lokalmatadorin war der Druck zum Auftakt in dieses Match deutlich anzumerken. Kein Wunder, schließlich hoffte die gesamte Tennis-Nation darauf, dass zehn Jahre nach Jelena Dokic mit ihr endlich mal wieder eine Australierin ins Viertelfinale dieses Grand Slams einziehen würde. Dieses Kunststück gelang in diesem Jahrtausend ohnehin nur zwei Damen aus Down Under: Alicia Molik (2005) und eben Dokic (2009).

Junge Australierin mit angezogener Handbremse

Im ersten Satz wurde man das Gefühl nicht los, dass Barty nicht das zeigen konnte, was sie eigentlich draufhaut. Die junge Australierin produzierte zu viele vermeidbareFehler. Beim Stande von 4:4 hatte sie jedoch die Chance, den Satz auf ihre Seite zu ziehen. Das Aufschlagspiel der Russin dauerte über neun Minuten, ging am Ende aber an Sharapova - genauso wie das darauf folgende Spiel von Barty. Nach ihrem Break zum 5:4 servierte Sharapova mit ihrem ersten Ass im Match aus.

Erst mit dem Satzverlust konnte die Lokalmatadorin den Druck abschütteln, erstmals ein Viertelfinale bei einem Major erreichen zu können. Mit ihrem Break zum 3:1 bekam die Australierin die Sicherheit, die sie fortan durchs Match begleiten sollte. Der entscheidende Unterschied zum ersten Durchgang: Anstatt die Außenlinien anzuvisieren, spielte Barty viele Bälle erst einmal nur ins Feld und überließ ihrer Gegnerin das Risiko. Der Plan ging auf, die Anzahl der vermeidbaren Fehler bei Sharapova nahm deutlich zu.

Ständiges Auf und Ab zwischen Barty und Sharapova

Nun schien das Momentum mit Unterstützung des Heim-Publikums auf Bartys Seite gewechselt zu sein. Sharapova, die vor elf Jahren in Melbourne triumphieren konnte, war in dieser Phase völlig neben der Spur. Nach dem klaren 1:6-Satzverlust musste sie in Satz drei auch noch einen 0:4-Rückstand hinnehmen.

Erstaunlich: Sharapova konnte ihre Aufschlagstärke nicht ausspielen, servierte insgesamt zehn Doppelfehler. Doch als alle von einem Durchmarsch Bartys ausgingen, packte ihre 31-jährige Gegnerin die Qualitäten aus, über die nur Champions verfügen. Die Russin kämpfte sich noch einmal auf 3:4 zurück, Barty musste sogar noch weitere Breakbälle abwehren.

Auch wenn der Arm der Australierin so kurz vor dem Ziel immer schwerer wurde, hielt sie dem Druck stand - und verwandelte den Matchball ihres bisherigen Tennis-Lebens. In ihrem ersten Grand-Slam-Viertelfinale bekommt es Barty nun mit Petra Kvitova zu tun, die sich zuvor glatt gegen die 17-jährige Amanda Anisimova durchsetzen konnte.

(Bild © imago)

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Dennis Ebbecke
am 20.01.2019 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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