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Australian Open: Kerber-Schock - Achtelfinal-Debakel gegen DTB-Schreck Collins

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20.01.2019|06:08 Uhr|von Dennis Ebbecke
Australian Open: Kerber-Schock - Achtelfinal-Debakel gegen DTB-Schreck Collins

Erst "Jule", jetzt "Angie".

Es gibt Momente im Tennis, die kann man kaum in Worte fassen. Und dennoch wird Angelique Kerber in den kommenden Tagen und Wochen keine andere Wahl haben, als nach dieser Demontage auf Margaret Court Ursachenforschung zu betreiben. Die Weltranglistenzweite verlor ihr Achtelfinale bei den Australian Open 2019 gegen eine unfassbar stark auftrumpfende Danielle Collins (WTA 35) mit 0:6, 2:6.

Kerber war gewarnt: Bereits in der ersten Runde konnte die US-Amerikanerin gegen Julia Görges überraschen und die Auckland-Siegerin in drei Sätzen bezwingen. Damit wurde die Chance auf ein deutsch-deutsches Achtelfinale früh im Keim erstickt. Barbara Rittner sprach vor Beginn des Matches von einem "ersten echten Test für Kerber". Im Nachhinein müssen sich die schwarz-rot-goldenen Tennisfans eingestehen: Es war mehr als das!

Unfassbar: In nur 20 Minuten verliert Kerber Satz eins

Die folgenden Zahlen klingen wie aus einem schlechten Film: Kerber, die in den drei Runden zuvor nie mehr als drei Spiele abgegeben hatte, lag nach nur elf Minuten mit 0:4 hinten. Nach 16 Minuten stand es aus Sicht der Deutschen 0:5, nach 20 Minuten hatte sie den Satz mit 0:6 verloren. Ihr ausgegebenes Ziel, "das Match in die eigene Hand" zu nehmen, konnte sie nicht erreichen.

Im Anschluss an den Fehlstart verließ die 31-Jährige erst einmal den Court, das frühe Break (und damit das erste Spiel) gab ihr zunächst Recht. Doch lange hielt dieser vermeintliche Aufwärtstrend im Spiel der Bremerin nicht an. Sofort gelang ihrer Gegnerin das Re-Break. Immerhin: Kerber konnte den Satz zu Beginn etwas ausgeglichener gestalten als den ersten, Collins gelang nicht mehr alles.

"Angie" fehlt gegen Collins die Länge in ihren Schlägen

Das Problem an diesem Tag war jedoch, dass auch "Angie" ihrer Form hinterherlief. Die Australian-Open-Siegerin von 2016 schaffte es einfach nicht, Länge in ihre Bälle zu bekommen. Besonders offensichtlich wurde dies beim Stande von 2:3, als Kerber ihren Aufschlag letztlich abgeben musste. Immer wieder kam die Deutsche nicht über die T-Linie hinaus - und das reichte gegen Collins nicht.

Noch im vergangenen Juni konnte Kerber dieser Gegnerin in Eastbourne mit 6:1, 6:1 die Leviten lesen, diesmal verlief es genau andersherum. Mit den Worten "Ich treff' keinen Ball, keinen Ball", ließ sie ihrem Frust zwischenzeitlich freien Lauf. Doch es half alles nichts: Nach nur 55 Minuten war das Match - und damit auch das Turnier - für Angelique Kerber beendet. Ein Schock, den auch ein gestandener Profi wie sie erst einmal verdauen muss ...

(Bild © imago)

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Dennis Ebbecke
am 20.01.2019 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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