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Australian Open: Pliskova wehrt Matchbälle ab und zerstört Serenas Titel-Traum!

23.01.2019|05:20 Uhr|von Christian Schwell
Australian Open: Pliskova wehrt Matchbälle ab und zerstört Serenas Titel-Traum!

Serena Williams scheitert nach vier vergebenen Matchbällen.

Die Hoffnungen der Serena Williams (WTA 16) auf einen 24. Titel bei den vier großen Turnieren enden vorerst im Viertelfinale der Australian Open. Nach einer dramtischen Partie gewinnt Karolina Pliskova (WTA 8) nach 1:5 im dritten Satz noch mit 6:4, 4:6, 7:5. 

Satz eins: Pliskova transportiert das frühe Break zum Satzgewinn

Die Tschechin suchte gerade zu Beginn des Matches ab und an ihr Heil am Netz. Gleich im dritten Spiel des ersten Satzes mit Erfolg. Pliskova folgte einem Slice nach vorne und holte sich ein erstes Break. Das frühe Erfolgserlebnis schien dem Selbstvertrauen der Nummer acht der Welt nochmal einen Schub zu geben. Sie spielte aggressiv und mutig weiter, holte sich nicht nur ihr eigenes Aufschlagspiel, sondern brachte Williams sofort bei ihrem Service wieder in arge Probleme. In dieser Phase bewies diese aber wie schon so oft ihre Extraklasse. Nach 0-40 holte sie sich doch noch das hart umkämpfte Spiel und verhinderte so eine frühe Vorentscheidung zu ihren Ungunsten im ersten Durchgang. Verunsichern ließ sich Pliskova durch diesen kleinen Rückschlag aber nicht. Weiter war sie es, der es besser gelang die Gegnerin unter Druck zu setzen. Auch wenn ihr kein weiteres Break glückte: Es war die 26-Jährige, die diesem Satz ihren Stempel aufdrückte und ihn nach 40 Minuten verdient mit 6:4 für sich entschied.

Satz zwei: Pliskova Break vor– aber diesmal kontert Serena

Im zweiten Satz gelang es Williams dann, ihre Intensität zu erhöhen. Schon beim Stand von 2:2 geriet sie aber erneut in Schwierigkeiten und kassierte ein weiteres Break. Diesmal konnte sie aber anders als im ersten Satz zurückschlagen und schaffte das sofortige Rebreak. In der Folge verschoben sich die Kräfteverhältnisse in dieser Partie in Richtung der Amerikanerin. Im Stile eines echten Champions nutze sie ihre erste Chance zum Satzausgleich bei 5:4 eiskalt.

Satz drei: Aussichtslos hinten kommt Pliskova plötzlich zurück

Die 23-fache Grand Slam-Siegerin hatte nun den Vorteil, im Entscheidungssatz immer vorlegen zu können. Pliskova hielt dem Druck, den Williams jetzt konstant auf sie ausübte, schnell nicht mehr stand. Ein Break zum 3:1 stellte die Weichen in diesem Satz plötzlich schnell Richtung eines Sieges für die 37-Jährige. Bald darauf stellte Williams sogar auf 5:1 und sah wie die sichere Siegerin aus.

Serena knickt augerechnet beim Matchball um

Ausgerechnet bei Matchball für sich knickte sie dann aber mit dem Fuß um. Es blieb zunächst unklar, wie sehr der Vorfall Williams körperlich einschränkte, sie verlor danach den Faden aber komplett und gab schnell mehrere  Spiele in Folge ab. Drei weitere Matchbälle gingen bei 5:4 flöten - vollkommen unerwartet war Pliskova zurück in der Partie. Dieses Momentum nutze sie aus. Ein Break zu Null folgte und anschließend servierte sich die Tschechin zum nicht mehr für möglich gehaltenen Halbfinal-Einzug. 

"Ich war schon in der Kabine"

Eine glückliche Karolina Pliskova gab nach dem Match zu, selbst nicht mehr unbedingt zu jedem Zeitpunkt an diese Wende geglaubt zu haben. "Ich war doch schon in der Umkleidekabine" beschrieb sie die Phase, in der sie mit 1:5 zurück lag. Was folgte, wird in die Damentennis-Geschichte eingehen. Im Halbfinale trifft Pliskova jetzt auf Naomi Osaka (Japan), die zuvor glatt Elina Svitolina (Ukraine) besiegt hatte.

(Bild © imago)

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Christian Schwell
am 23.01.2019 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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