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Australian Open: Kvitova schießt Collins aus der Halle - Dach geschlossen

24.01.2019|05:50 Uhr|von Dennis Ebbecke
Australian Open: Kvitova schießt Collins aus der Halle - Dach geschlossen

Der Knackpunkt: Bei 4:4 im ersten Satz macht der Supervisor die Schotten dicht.

So heiß war es bei den Australian Open 2019 bis dato noch nie: Die so genannte Heat Stress Scale, die erstmals bei diesem Turnier zum Einsatz kam, erreichte zwischenzeitlich den Höchstwert von 5,0. Im ersten Halbfinale lieferten sich Petra Kvitova und Danielle Collins in der Rod Laver Arena eine unglaubliche Hitze-Schlacht. Letztlich blieb die Tschechin erneut cool und entschied das heiße Duell mit 7:6 (7:2), 6:0 für sich.

Julia Görges und Angelique Kerber können ein Lied davon singen, wie schwer es ist, diese US-Amerikanerin auszuschalten. Beide DTB-Spielerinnen mussten sich Collins in Melbourne geschlagen geben. Und auch Kvitova brauchte etwas Zeit, um sich mit der toughen Spielweise ihrer Gegnerin anzufreunden. Diese setzte mit dem ersten Break zum 3:2 bereits früh ein Zeichen. Wichtig für Kvitova: Sie holte sich ihr verlorenes Aufschlagspiel sofort zurück.

Trotz vieler Unforced Errors: Kvitova kämpft sich in den Tiebreak - und bleibt cool

Insgesamt machte Kvitova im ersten Satz deutlich mehr Fehler als noch bei ihrem souveränen Sieg im Viertelfinale gegen Lokalmatadorin Ashleigh Barty. Trotz 22 Unforced Errors (im Vergleich zu elf auf Seiten ihrer Kontrahentin) kämpfte sie sich in den Tiebreak. Erinnerungen an das erste und bisher einzige Duell der beiden am Neujahrstag in Brisbane kamen jedoch nicht auf. Damals gewann Collins den Tiebreak - und am Ende das Match. Diesmal spielte Kvitova ihre Erfahrung aus und drehte beim 7:2 richtig auf.

Ein entscheidender Faktor zu Gunsten der Tschechin könnte gewesen sein, dass das Dach beim Stande von 4:4 aufgrund der extremen Hitze geschlossen wurde. Kvitova gilt als eine der besten Hallenspielerinnen der Welt, sie unter dem geschlossenen Dach in die Knie zu zwingen, ist eine Mammutaufgabe - auch für die aufstrebende Collins.

Die Tschechin spielt ihre mentale Stärke aus

Der Gewinn des Tiebreaks war für Kvitova eine Art Brustlöser, während sich Collins von Spiel zu Spiel mehr in Diskussionen mit Schiedsrichter Carlos Ramos verstrickte. Die ehemalige Nummer zwei (und vielleicht baldige Nummer eins) der Welt spielte in dieser Phase ihre mentale Stärke aus.

Zwei frühe Breaks bescherten der Frau, die nach ihrem Erfolg gegen Barty zuvor Tränen der Rührung vergossen hatte, eine schnelle 3:0-Führung. Jetzt hatte sie einen Lauf, dem selbst die Überraschungshalbfinalistin aus den USA nichts entgegensetzen konnte. Kvitova ließ ihre Gegnerin nicht mehr ins Spiel kommen und fegte sie mit 6:0 praktisch aus der Halle.

Mit ihrem Einzug ins Endspiel ist Kvitova nur noch einen Sieg von der Nummer eins der Welt entfernt. Besser hätte der Start ins neue Jahr für die zweimalige Wimbledon-Siegerin kaum beginnen können. In Syndney sicherte sie sich den Turniersieg, nun gewann sie ihr elftes Match in Folge und steht damit zum ersten Mal im Finale von Melbourne.

(Bild © imago)

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Dennis Ebbecke
am 24.01.2019 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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