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Australian Open: Osaka erreicht zweites Grand-Slam-Finale in Folge

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24.01.2019|08:10 Uhr|von Dennis Ebbecke
Australian Open: Osaka erreicht zweites Grand-Slam-Finale in Folge

Unbekümmertheit schlägt Erfahrung.

Beinahe wäre Karolina Pliskova erneut ein grandioses Comeback gelungen. Doch Naomi Osaka ereilte nicht das gleiche Schicksal wie der zum Ende des Viertelfinales angeschlagenen Serena Williams, weil sie auch in schwierigen Situationen Dominanz ausstrahlte. Die Japanerin verhinderte mit ihrem 6:2, 4:6, 6:4 das erste tschechische Finale bei einem Grand-Slam-Turnier.

Im Gegensatz zum ersten Halbfinale zwischen Petra Kvitova und Danielle Collins blieb das Dach der Rod Laver Arena im zweiten Match des Tages von Beginn an geschlossen. Man hätte annehmen können, dass dies ein Vorteil für die aufschlagstarke Pliskova sein könnte, doch zunächst war das Gegenteil der Fall. Osaka holte sich das frühe Break zum 2:1 und legte später ein weiteres zum 5:2 nach.

Die Nummer vier der Welt agierte zu Beginn sehr fokussiert und spielte nahezu fehlerfrei. Die logische Folge: Mit einem Ass verwandelte Osaka direkt den ersten Satzball zum 6:2.

"Front Runnerin" Osaka macht es nach Satzführung ausnahmsweise spannend

Mit Blick auf die Statistik war das schon fast eine Vorentscheidung. Seit 58 (!) Matches hat "Front Runnerin" Osaka nach einer 1:0-Satzführung nicht mehr verloren. Doch irgendwann ist bekanntlich immer das erste Mal - und die Comeback-Qualitäten von Pliskova sind hinlänglich bekannt. Letztere ließ sich sogar von einem erneut frühen Osaka-Break zum 0:1 nicht aus der Ruhe bringen.

Pliskova, die kürzlich Brisbane gewinnen konnte und mit einer Matchbilanz von 10:0 (2019) in dieses Halbfinale gegangen war, warf alles in die Waagschale, um ihre eindrucksvolle Erfolgsserie aufrechtzuerhalten. Mit dem Rücken zur Wand kämpfte sie sich zurück und holte sich ihr Aufschlagspiel sofort wieder. Von diesem Moment an entwickelte sich erstmals ein Duell auf Augenhöhe.

Beinahe aus heiterem Himmel konnte Pliskova ihrer Gegnerin den Aufschlag im für sie bestmöglichen Moment abnehmen. Zu Null sicherte sich die Tschechin das 6:4, weil sie geduldig auf ihre Chance wartete. Setzte sich jetzt doch die Erfahrung der 26-Jährigen durch?

Pliskova kann Momentum nicht ausnutzen

Auch wenn Osaka zuvor die dominantere Spielerin war: Zu Beginn des dritten Satzes sprach das Momentum eigentlich für Pliskova, der um ein Haar auch das Break zum 2:0 gelungen wäre. Doch nun zeigte die Japanerin, warum ihr Sieg bei den US Open kein One-Hit-Wonder war: Selbst in schwierigen Situationen versucht sie, ihre Kontrahentin zu dominieren. Mit Erfolg: Osaka holte sich nicht nur ihr Spiel, sondern auch das darauf folgende von Pliskova.

Diese Führung sollte die Japanerin bis zum Ende des Matches nicht mehr hergeben. Wie bereits im ersten Satz beendete sie auch den entscheidenden dritten mit einem Ass - auch wenn der Linienrichter den Ball im Aus vermutet hatte. Damit geht der Tennis-Traum von Naomi Osaka weiter - das zweite Grand-Slam-Endspiel ist perfekt.

(Bild © imago)

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Dennis Ebbecke
am 24.01.2019 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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