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Australian Open: Mahut/Herbert holen sich den Karriere-Grand-Slam

27.01.2019|08:20 Uhr|von Dennis Ebbecke
Australian Open: Mahut/Herbert holen sich den Karriere-Grand-Slam

Französisches Doppel schreibt Tennis-Geschichte.

Sie haben es geschafft: Nach den US Open 2015, Wimbledon 2016 und den French Open 2018 haben Nicolas Mahut und Pierre-Hughes Herbert nun auch die Australian Open gewonnen. Damit ist ihnen der so genannte Karriere-Grand-Slam nicht mehr zu nehmen. Die beiden Franzosen haben jedes Major-Turnier einmal Seite an Seite für sich entscheiden können und damit Tennis-Geschichte geschrieben.

Im Finale von Melbourne setzten sich der 37-jährige Mahut und dessen zehn Jahre jüngerer Partner Herbert in zwei engen Sätzen gegen Henri Kontinen aus Finnland und John Peers aus Australien durch. Mit 6:4, 7:6 (7:1) behielten sie letztlich die Oberhand und durften sich neben dem Pokal auch über das Preisgeld in Höhe von umgerechnet 470.000 Euro freuen.

Nach Stosur-Sieg: Australier verpassen doppelten Doppel-Triumph

Mahut und Herbert mussten sich in der Generalprobe vor dem großen Einzel-Finale zwischen Rafael Nadal und Novak Djokovic nicht nur gegen ihre Kontrahenten behaupten, sondern auch gegen das australische Publikum. Schließlich stand auf der anderen Seite mit Peers ein Mann aus Down Under. Nachdem bereits Sam Stosur (an der Seite von Zhang Shuai) den Damen-Titel einfahren konnte, hofften die australischen Fans auf einen doppelten Doppel-Triumph bei den Australian Open.

Dass daraus nichts wurde, hatte viel mit der geballten Erfahrung des französischen Duos zu tun. Zwar sind Peers/Kontinen auch schon seit 2016 gemeinsam auf den Courts dieser Welt zu Hause (und konnten 2017 Melbourne gewinnen), doch Mahut/Herbert waren noch einen Tick besser aufeinander abgestimmt. Vor allen in engen Phasen des Matches konnten sich die beiden aufeinander verlassen.

Karriere-Grand-Slam: Mahut und Herbert treten in die Fußstapfen von sieben anderen Duos

Einige Statistiken sprachen sogar für das unterlegene Duo (mehr Asse, bessere Quote bei den ersten Aufschlägen, mehr Punkte bei den ersten Aufschlägen), doch am Ende reichte den Franzosen ein Break - und ein sehr starker Tiebreak - für den Karriere-Grand-Slam. Dieser war zuvor nur sieben weiteren Doppel-Teams gelungen.

Entsprechend emotional verlief dann auch die Siegerehrung im Anschluss, bei der vor allem Herbert mit den warmen Worten an seinen Bruder, der ausnahmsweise live vor Ort war, die Sympathien auf sich zog. Diesem nun endgültig legendären Tennis-Doppel konnten nicht einmal die Australier böse sein, die tendenziell natürlich ihrem Lokalmatadoren Peers die Daumen gedrückt hatten.

(Bild © imago)

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Dennis Ebbecke
am 27.01.2019 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tĂ€tig, fĂŒhlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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