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Irre Wende: 18-jähriges Wunderkind gewinnt zweites WTA-Turnier

03.02.2019|13:40 Uhr|von Dennis Ebbecke
Irre Wende: 18-jähriges Wunderkind gewinnt zweites WTA-Turnier

Trotz 13 (!) Doppelfehlern: Ukrainerin gewinnt die Thailand Open

Im Duell der Nummer 49 (Ajla Tomljanovic) gegen die Nummer 47 (Dayana Yastremska) der WTA-Weltrangliste durfte man von einem engen Match ausgehen. Und dazu sollte es im Endspiel der Thailand Open in Hua Hin auch kommen. Vor allem aber lieferten die beiden Finalistinnen den Zuschauern ein Wechselbad der Gefühle - mit vielen Breaks und Richtungsänderungen.

Letztlich konnte sich mit Yastremska ein ukrainisches Wunderkind gegen die erfahrenere Australierin Tomljanovic mit 6:2, 2:6, 7:6 behaupten, weil sie trotz eines deutlichen Rückstands im dritten Satz nie aufsteckte. Auch wenn sich die 18-Jährige mit ihren vielen Doppelfehlern immer wieder selbst in die Bredouille brachte, machte sie ihren zweiten WTA-Titel perfekt.

Blitz-Start für die 18-Jährige: 5:0 in 21 Minuten!

Am Anfang war Tomljanovic nahezu chancenlos. Die Freundin von Nick Kyrgios wurde von ihrer Gegnerin praktisch vom Platz gefegt. Die Ukrainerin führte nach 21 Minuten bereits mit 5:0. Die junge Ausnahmespielerin schien unbedingt bestätigen zu wollen, dass Asien ihr Kontinent ist. In Hong Kong hatte sie im vergangenen Oktober ihr erstes WTA-Turnier gewinnen können.

Doch bereits zum Ende des ersten Satzes deutete sich an, dass das Finale in Thailand für Yastremska trotz der hohen Führung kein Selbstläufer werden würde. Ein Break musste die Ukrainerin nämlich noch hinnehmen, wenngleich das 6:2 natürlich immer noch deutlich war.

Was Yastemska kann, kann Tomljanovic schon lange

Zu Beginn des zweiten Satzes wendete sich das Blatt jedoch. Tomljanovic holte sich das Break zum 2:1. Auch wenn sie aufgrund von zu vielen Unforced Errors ihr darauf folgendes Aufschlagspiel wieder abgeben musste, war sie jetzt in diesem Finale angekommen. Die 25-Jährige hatte die besseren Antworten parat und sicherte sich den Durchgang ebenso souverän wie ihre Kontrahentin zuvor den ersten.

Der entscheidende Durchgang begann mit einem lauten Schrei: Yastremska ging in Führung und brüllte nach ihrem Spielgewinn zum 1:0, als hätte sie das Match gewonnen. Was als Weckruf an sich selbst gemeint war, entpuppte sich in der Folge jedoch zunächst eher als kurzer Höhenflug. Ihr fehlte es in dieser Phase an Konstanz - und sie zeigte Nerven.

Trotz Schmerzen: Ukrainerin dreht den Matchverlauf

Tomljanovic nutzte die Probleme ihrer Gegnerin knallhart aus, führte wie aus dem Nichts mit 5:2 - doch auch diese deutliche Führung sollte noch nicht gleichbedeutend mit der Entscheidung sein. Yastremska zeigte, dass sie Nehmer-Qualitäten hat und kämpfte sich noch einmal auf 4:5 aus ihrer Sicht heran. Das Auf und Ab dieses Finales ging also weiter.

Beeindruckend: Obwohl Yastremska zum Ende des dritten Satzes während der Pausen ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen musste, lieferte sie auf dem Platz ab. Und wie! Die Ukrainerin gewann vier Spiele in Folge und erkämpfte sich tatsächlich einen Tiebreak, den sie letztlich tatsächlich mit 7:3 für sich entscheiden konnte.

(Bild © imago)

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Dennis Ebbecke
am 03.02.2019 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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