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ATP Rotterdam: Wawrinka erstmals seit 20 Monaten wieder in einem Finale

16.02.2019|21:55 Uhr|von Dennis Ebbecke
ATP Rotterdam: Wawrinka erstmals seit 20 Monaten wieder in einem Finale

Der Wawrinka-Wahnsinn geht weiter!

Welch eine beeindruckende Frühform von Stan Wawrinka! Im Halbfinale von Rotterdam ließ der Schweizer Kei Nishikori keine Chance und setzte seine Siegesserie mit einem 6:2, 4:6, 6:4 fort. Damit hat er den topgesetzten Spieler dieses Turniers nach Hause geschickt. Doch viel wichtiger für Wawrinka: Er steht erstmals seit 20 Monten wieder im Finale - zuletzt war das im Juni 2017 der Fall, als er bei den French Open gegen Rafael Nadal unterlag.

Von Beginn an domenierte "Stan the Man" das Geschehen und überannte seinen Gegner vom ersten Ballwechsel an. Schnell führte Wawrinka mit 4:0 und auch die zwei darauf folgenden Spielgewinne seines Kontrahenten konnten am klaren Satzgewinn für den Schweizer nichts ändern. Standesgemäß mit seinem Paradeschlag, einem Rückhand-Winner (diesmal allerdings cross), holte er sich den ersten Durchgang.

Gleiches Bild wie in Satz eins - nur mit anderen Vorzeichen

Ausgerechnet die Rückhand-Longline ließ Wawrinka zum Auftakt des zweiten Satzes im Stich. Bei Breakball für Nishikori verlegte er diesen Schlag zum Aufschlagverlust. Diesmal konnte also der Japaner die Richtung vorgeben - und er nutzte seine Chance. Alleine das zweite Spiel, das über sechs Minuten dauern sollte, hatte alles zu bieten - unter anderem drei Breakbälle für Wawrinka, die Nishikori allesamt abwehren konnte.

Es entwickelte sich ein Duell wie im ersten Satz, nur mit anderen Vorzeichen: Diesmal ging Nishikori mit 4:0 in Führung - und auch diesmal konnte der Kontrahent die beiden Spiele danach für sich entscheiden. Der Durchgang ging letztlich mit 6:4 an den Japaner, weil dieser einen ordentlichen Sprung gemacht und dessen Gegner ein wenig an Durchsetzungskraft verloren hatte.

Satz drei: Wawrinka und Nishikori (fast) wie zu ihren allerbesten Zeiten

Im dritten Satz lieferte sich die frühere Nummer drei (Wawrinka) und die frühere Nummer vier (Nishikori) der Welt ein Duell auf Augenhöhe - teils mit packenden Ballwechseln wie zu ihren allerbesten Zeiten. Das beste Beispiel: Bei 4:4 und eigenem Aufschlag heizte der Schweizer seine Fans in der alle mit vier Punkten in Folge, die schöner kaum sein konnten, an. Dank insgesamt 35 Winnern sicherte sich "Stan the Man" letztlich das Final-Ticket.

Für den Rotterdam-Sieger von 2015 nimmt die Wahnsinnswoche in den Niederlanden also seine Fortsetzung. Alle Gegner, die Wawrinka auf seinem Weg ins Finale aus dem Weg räumte, gehören zum Who is Who des Welt-Tennis. Benoit Paire, Milos Raonic, Denis Shapovalov und nun also auch Kei Nishikori: Niemand fand ein Mittel gegen den dreifachen Grand-Slam-Champion.

Im Endspiel von Rotterdam bekommt es Stan Wawrinka mit dem Franzosen Gael Monfils zu tun, der sich gegen den Russen Daniil Medvedev in drei Sätzen durchsetzen konnte.

(Bild © imago)

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Dennis Ebbecke
am 16.02.2019 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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