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ATP Rotterdam: Monfils beendet seine Final-Phobie und schlägt Wawrinka

17.02.2019|17:40 Uhr|von Dennis Ebbecke
ATP Rotterdam: Monfils beendet seine Final-Phobie und schlägt Wawrinka

Der Franzose holt seinen achten ATP-Titel.

20 Monate lang hatte Stan Wawrinka auf diesen Moment gewartet - nämlich auf sein erstes Finale seit den French Open 2017, das er gegen Rafa Nadal verloren hatte. Ausgerechnet auf dem Weg ins Endspiel von Paris schaltete der Schweizer damals Gael Monfils aus. Seitdem waren sich die beiden auf dem Platz nicht mehr begegnet.

Im Finale von Rotterdam war es mal wieder an der Zeit. Und nachdem Monfils im Verlauf seiner Karriere bereits 21 Final-Niederlagen hinnehmen musste, konnte er mit dem 6:3, 1:6, 6:2 über Wawrinka seine Endspiel-Phobie beenden und seinen achten ATP-Titel einfahren - etwas über ein Jahr nach seinem bis dato letzten Triumph in Doha im Januar 2018.

Wawrinka will es zu genau

Den besseren Start ins Match erwischte nicht etwa Wawrinka, der zuvor mit Benoit Paire, Milos Raonic, Denis Shapovalov und Kei Nishikori vier Hochkaräter aus dem Wettbewerb geworfen hatte, sondern Monfils. Der Franzose holte sich das Break zum 2:1, da es der Schweizer bei seinen Schlägen etwas zu genau wissen wollte und einige Bälle knapp ins Aus katapultierte.

Diesen Vorsprung gab Monfils nicht mehr her. Im Gegenteil: Der 32-Jährige legte sogar noch ein weiteres Break zum 6:3 obendrauf.

2. Satz: Zu viel Hop oder Top bei Monfils

Wer Gael Monfils im ersten Satz sah, hätte zu der Annahme kommen können, dass dieser so stark performte wie in seiner bisherigen Karriere vielleicht noch nie zuvor. Vor dem Hintergrund war es kaum zu glauben, dass sich Wawrinka den zweiten Durchgang glatt mit 6:1 sichern konnte. Allerdings ging es auf dem Platz gar nicht so deutlich zu, wie das Ergebnis vermuten ließ.

In drei Aufschlagspielen des Schweizers konnte sich der Franzose Breakbälle erarbeiten. Allerdings ging er oft zu hohes Risiko, die Balance aus Satz eins war ihm anscheinend abhanden gekommen.

Shakehand während des Matches

Da er sein Gleichgewicht im dritten Durchgang allerdings wiederfand, war es praktisch folgerichtig, dass Monfils dieses Finale am Ende gewinnen konnte. Vor allen Dingen bei eigenem Aufschlag ließ er so gut wie nichts mehr zu und präsentierte sich so, als hätte es den zweiten Satz nie gegeben. Nachdem der Freund von Elina Svitolina 2016 im Finale von Rotterdam gescheitert war, ging der Traum für ihn diesmal also in Erfüllung.

Die schönste Szene des Tages: Bei 5:2 und Aufschlag Monfils klatschten sich die beiden Kontrahenten am Netz ab, nachdem Wawrinka einen fantastischen Stopp gespielt hatte. So etwas sieht man in einem Finale auch nicht alle Tage.

(Bild © imago)

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Dennis Ebbecke
am 17.02.2019 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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