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Simona Halep: Solo läuft es nicht so schlecht!

09.03.2019|12:30 Uhr|von Christian Schwell
Simona Halep: Solo läuft es nicht so schlecht!

Die Rumänin sucht zurzeit nicht zwangsläufig einen neuen Trainer.

Simona Halep (WTA 2) ist durchaus erfolgreich in die neue Saison gestartet. Zwar verlor sie die Spitzenposition in der WTA-Rangliste an die Japanerin Naomi Osaka, mit Viertelfinalteilnahmen bei den Australian Open und in Dubai sowie dem Finale von Doha hat sie aber schon wieder fleißig Punkte gesammelt, um sich im noch jungen „Race to Singapore“ – der Jahreswertung der WTA – unter den Top 10 zu platzieren. Eine gute Ausgangsposition für den Rest der Saison, die z.B. prominente Namen wie Angelique Kerber, Serena Williams oder auch Sloane Stephens noch nicht vorweisen können.

Nur ein kurzes Intermezzo  mit einem neuen Coach

Das alles hat Halep mit der Ausnahme des Turniers von Doha gänzlich ohne die Begleitung eines Trainers geschafft. Nachdem ihr langjähriger Erfolgscoach Darren Cahill zum Ende des letzten Jahres entschied, aus familiären Gründen nicht mehr mit der Rumänin um die Welt reisen zu wollen, probierte sie sich in der arabischen Wüste im Gespann mit dem Belgier Thierry van Cleemput aus. Ohne den gewünschten Erfolg, wie beide anschließend verlauten ließen. Es passte einfach nicht.

Halep organisiert sich selbst professionell

Wer jetzt glaubt, dass Halep verzweifelt auf der Suche nach einem neuen Coach ist, wird von ihr eines Besseren belehrt. Beim Turnier von Indian Wells, wo die French-Open-Siegerin des letzten Jahres auch ohne Ratschläge von außen einen blitzsauberen Start gegen Barbora Strycova hinlegte und auch wieder die Nummer eins werden könnte, machte die 27-Jährige klar, dass sie recht gut auch ohne Trainer zurechtkommt. 

„Zurzeit frage ich niemanden“, beschied Halep im Rahmen einer WTA-Pressekonferenz in der kalifornischen Wüste die Frage abschlägig, ob sie im Moment aktiv auf Trainersuche wäre. Um dann noch darauf hinzuweisen, dass sie die guten Ratschläge und die Aufmunterungen eines Coaches zwar durchaus schätze, selbst aber eben auch Profi durch und durch sei: „Ich bin professionell und versuche die richtigen Dinge zu tun, auch wenn kein Trainer an meiner Seite ist.“

Vorteil: Einfach mal den Wecker Wecker sein lassen

Beim von ihr gänzlich allein in Angriff genommenen Turnier von Dubai hat Halep sogar die Vorteile entdeckt, die es hat, wenn man die organisatorischen Entscheidungen nicht nur ganz allein treffen muss, sondern auch darf. Vor ihrem Match gegen Lesia Tsurenko habe sie sich so müde und kaputt gefühlt, dass sie sich dazu entschieden hätte, den Alarm ihres Weckers einfach zwei Stunden  weiter zu stellen, so Halep. „Ich bin direkt vom Frühstück zum Match – wenn ich einen Coach hätte, wäre das nicht möglich“, berichtete Halep lachend in Indian Wells von ihrer neu entdeckten „Eigenmächtigkeit“.

Geschadet hat das eine ausgelassen Training ihr offensichtlich nicht. Im Achtelfinale von Dubai gab es anschließend einen Zweisatzsieg über die Nummer 24 der Welt.

(Bild © imago)

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Christian Schwell
am 09.03.2019 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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