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WTA Miami: Die doppelte Osaka

19.03.2019|09:45 Uhr|von Christian Schwell
WTA Miami: Die doppelte Osaka

Naomi Osakas Schwester erhält eine Wildcard bei den Miami Open.

Mari Osaka, die ein Jahr ältere Schwester der aktuellen Weltranglistenersten Naomi Osaka, hat von den Veranstaltern der Miami Open ein Wildcard für das Hauptfeld erhalten. Ein „Sister Act“ scheint aber trotzdem eher noch nicht vor der Tür zu stehen, den erstens ist 22-jährige Mari anders als ihre an Nummer eins gesetzte Schwester in die untere Hälfte des Draw gelost worden (Gegnerin in der ersten Runde ist Whitney Osuigwe, USA) und zweitens ist sie nur Nummer 338 der Welt. Ihre Erfolgsaussichten in einem Turnier wie Miami sind also durchaus überschaubar.

Hauptfeld-Wildcard per "Vitamin B"?

Genau diese Tatsache war dann auch Anlass zur Kritik an der Entscheidung des Turniers, der Japanerin den Platz im Hauptfeld zu „schenken“. Mari Osaka ist bisher bei keinem Turnier auf WTA-Ebene angetreten, sondern spielt eigentlich regelmäßig nur die kleinen ITF-Events. Jetzt wohl nicht ganz zufällig der erste Auftritt auf der großen Bühne ausgerechnet bei einem Turnier, das von der Management-Firma veranstaltet wird, die sich auch um die geschäftlichen Belange der erfolgreichen Schwester kümmert. Nachdem die Wildcard-Vergabe gestern im Internet bekannt gegeben wurde, wurde entsprechend auch Unmut laut.

Vielfach wurde moniert, dass weit besser platzierte Spielerinnen so eine Chance beim großen Turnier in Florida verdient hätten. Und dass die geschäftliche Verbindung der Osakas zur veranstaltenden IMG-Gruppe ein eher schlechtes Licht auf die Vorgehensweise werfen würde.

Tsonga muss in die Qualifikation

Dass umgekehrt ein großer Name nicht unbedingt ein Freifahrtschein ins Hauptfeld von Miami ist, musste bei den Herren der Franzose Jo-Wilfried Tsonga erfahren. Die ehemalige Nummer fünf der Welt ist zurzeit nur die Nummer 118. Trotz aller früheren Erfolge war für Tsonga aber lediglich eine Wildcard für die Qualifikation drin.

Auch dem junge Amerikaner Reilly Opelka, mittlerweile auf Platz 58 notiert, wird der Gang in die Qualifikation nicht erspart. Nachdem er offensichtlich einfach vergessen hatte, das zweite Masters-Turnier des Jahres zu melden, musste auch er jetzt auf eine Qualifikations-Wildcard zurück greifen, um noch so zu versuchen ins Hauptfeld zu gelangen.

(Bilder © imago)

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Christian Schwell
am 19.03.2019 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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