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ATP Miami

Schnappt sich Federer die 101 im zweiten Anlauf?

30.03.2019|14:20 Uhr|von Christian Schwell
Schnappt sich Federer die 101 im zweiten Anlauf?

Seit seinem verfrühten Ausscheiden bei den Australien Open gegen Stefanos Tsitsipas stimmen die Ergebnisse bei Roger Federer durchgängig wieder. Bei seinem ersten Auftritt nach dieser Enttäuschung gelang ihm in Dubai nicht nur die direkte Revanche gegen den Griechen, er holte sich auch den magischen Turniersieg Nummer 100, dem er seit dem letzten Erfolg im Herbst 2018 in Basel vergeblich angepeilt hatte.

Anschließend spielte sich der Schweizer beim ersten Masters-Turnier des Jahres direkt wieder ins Finale. Trotz eines sehr starken Beginns und der Satzführung gelang es ihm aber nicht, gegen den Österreicher Dominic Thiem das Match nach Hause zu bringen. Federer vergab erst gute Chancen, am Ende dominierte dann plötzlich der couragiert aufspielende Thiem und holte sich verdient den Titel.

Federer in Sieger-Form

Aufgeschoben scheint aber in Bezug auf einen weiteren Turniersieg des zwanzigfachen Grand-Slam-Siegers nun wirklich nicht aufgehoben zu sein, denn bei den Miami Open präsentiert sich Federer nun nach einem kleinen Stotter-Start gegen Radu Albot von Runde zu Runde mehr als Turnierfavorit auf Masters-Ebene. Gerade die beiden letzten Siege gegen die Youngster Medvedev und Shapovalov beeindruckten in ihrer Deutlichkeit.

Wie zuvor dem Russen zeigte Federer auch dem jungen Kanadier beim 6:2, 6:4 deutlich seine Grenzen auf. Der dreimalige Miami-Sieger spielte sich souverän in sein 50. Masters-Finale. Einerseits auch unter Mithilfe des in Angesicht des ersten Aufeinandertreffens mit seinem Idol sichtbar nervösen Shapovalov, der alleine in der ersten halben Stunde der Partie zwanzig unnötige Fehler fabrizierte. Andererseits aber eben auch mit seinen eigenen großen Qualitäten.

Eine taktische Meisterleistung des Schweizers

Federer bezeichnete seinen gestrigen Auftritt im Anschluss vor allen Dingen als gute „taktische Performance“. Und wirklich: Federer spielte variantenreich, erkannte aber auch früh, dass besonders die manchmal für spektakuläre Punkte sorgende einhändige Rückhand des Kanadiers gleichzeitig seine Schwachstelle sein kann. In den wenigen Situationen, in denen der „Maestro“ bei seinem Aufschlag in Bedrängnis kam, servierte er Shapovalov konsequent in die Rückhand-Ecke. Was folgte, war jeweils ein zu passiver unterschnittener Return und der Punktgewinn für Federer.

Im Endspiel wartet mit John Isner der Herr der Tiebreaks

Zwischen Federer und seinem 101. Titel steht jetzt „nur noch“ der Miami-Titelverteidiger John Isner. Schaut man sich Isners bisherige Auftritte in Miami an, muss es eigentlich zur Endspiel-Taktik gegen den Amerikaner werden, so wie in den letzten Runden knappe Satzausgänge gleich ganz zu vermeiden. Denn wenn es in Miami zum Satzende hin richtig um die Wurst geht, strotzt Isner zurzeit vor Selbstvertrauen. Keiner seiner bisher zehn gespielten Sätze bei der diesjährigen Auflage der Miami Open ging deutlicher als 7:5 aus, neun von ihnen wurden im Tiebreak entschieden. Alle zugunsten von Isner.

(Bild © imago)

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Christian Schwell
am 30.03.2019 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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