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Shapovalov & Auger-Aliassime – Kanadas glänzende Zukunft

30.03.2019|16:00 Uhr|von Christian Schwell
Shapovalov & Auger-Aliassime – Kanadas glänzende Zukunft

Am Ende siegte gestern noch einmal die Erfahrung über die Jugend. Trotz aller Bemühungen der Teenager – ins Finale der Miami Open spielten sich mit Roger Federer und John Isner zwei Tour-Veteranen. Den endgültigen Aufstieg der beiden kanadischen Supertalente Denis Shapovalov (19) und Felix Auger-Aliassime (18) Richtung absolute Weltspitze wird das aber kaum dauerhaft aufhalten.

Denis Shapovalov startete schon 2017 durch

Shapovalov war der erste der beiden, auf den die breitere Tennis-Öffentlichkeit schon vor zwei Jahren aufmerksam wurde. Dem in Tel Aviv geborene Sohn russischer Eltern gelang vor heimischer Kulisse in Montreal 2017 der Sprung bis ins Halbfinale des dortigen Masters-Turniers, indem er unter anderem sensationell Rafael Nadal im Achtelfinale ausschaltete. Anschließend spielte er sich aus der Qualifikation heraus als jüngster Spieler seit Michael Chang 1989 bis in die vierte Runde der US Open und schlug auf dem Weg Daniil Medvedev, Jo-Wilfried-Tsonga und Kyle Edmund.  Seitdem hat er sich kontinuierlich verbessert und weiter in der Rangliste nach oben gearbeitet und gespielt

Felix Auger-Aliassime hält statistisch mit den Großen mit

Als Shapovalov 2017 für Aufmerksamkeit sorgte, tummelte sich der ein Jahr jüngere Auger-Aliassime noch unter dem Radar vieler auf den kleinen Future- und Challenger-Turnieren dieser Welt. Wer aber auch nur etwas genauer hinsah dem musste auffallen, dass sich dort mit nur kurzer zeitlicher Verzögerung ein weiteres kanadisches Riesentalent abzeichnete. Als erst vierter Spieler nach Djokovic, del Potro und Gasquet holte er sich drei Titel auf dieser Ebene vor seinem 17. Geburtstag.

Um dann weiter durchzustarten und Rekord-Marken anzugehen. Im letzten Jahr wurde er mit 17 Jahren der jüngste Top-200-Spieler seit Rafa Nadal (2002), jetzt ist er mit 18 Jahren und sechs Monaten das klar jüngste aktuelle Mitglied der Top 100. Nach seinem Auftritt als jüngster Halbfinalist in Miami mit der Tendenz auf eine Top-30-Platzierung, wohlgemerkt. Zum Vergleich: Der nächste 18-Jährige auf der Weltrangliste begegnet einem mit dem zwei Monate jüngeren Deutschen Rudi Molleker auf Platz 180.

Shapovalov und Auger-Aliassime haben 2018 schon einmal in der ersten Runde der US Open gegeneinander gespielt, damals musste das jüngere der beiden Ausnahmetalente nach zwei spektakulären und engen Sätzen zugunsten von Shapovalov aufgeben. Jetzt bedurfte es schon Profis vom Kaliber eines John Isner und Roger Federer um zu verhindern, dass ihr zweites Duell gleich schon im Finale eines Turniers auf höchster ATP-Ebene stattfindet. Was nur noch einmal deutlich aufzeigt: Die Zukunft des Herrentennis betreffend hat Kanada zwei ganz heiße Eisen im Feuer.


(Bild © imago)

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Christian Schwell
am 30.03.2019 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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