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ATP Barcelona: David Ferrer walzt auch über Lucas Pouille hinweg

24.04.2019|14:35 Uhr|von Henrike Maas
ATP Barcelona: David Ferrer walzt auch über Lucas Pouille hinweg

David Ferrer will seine Abschiedstour wohl noch etwas verlängern. Der 37-Jährige bretterte in der zweiten Runde von Barcelona mit 6:3, 6:1 über Lucas Pouille hinweg. Damit gelang dem Spanier kurz vor seinem Karriereende der erste Sieg über den 25-jährigen Franzosen. In der nächsten Runde könnte nun ein Duell mit dem "King of Clay" warten. 

Ferrer spielt wie zu besten Zeiten

David Ferrer brauchte ein wenig, um komplett auf Betriebstemperatur zu kommen. Ab 2-beide legte der Spanier dann aber los wie die Feuerwehr. Zwei Breaks in Folge holte sich der 37-Jährige von seinem Gegner Lucas Pouille und ging rasch mit 5:2 in Führung. "Ferru" war einfach überall und Pouille wusste einfach nicht, wie er den Wirbelwind auf der anderen Seite des Netzes stoppen sollte. An einer Idee von Comeback schnupperte der Franzosen erst, als David Ferrer bei 5:2 zum Satzgewinn aufschlug. Ein schwaches Servicegame des Spaniers und eines der Breaks war wieder weg. Ein kleiner Schönheitsfehler, den David Ferrer sofort wieder korrigierte. Er verbiss sich wie ein Pitbull im nächsten Aufschlagspiel von Pouille und nutze seinen vierten Break- und Satzball zur 6:3-Führung.

Von da an gab es für die ehemalige Nummer 3 der Welt kein Halten mehr. Ferrer machte in Satz 2 genau da weiter, wo er in Durchgang 1 aufgehört hatte. Wie zu seinen besten Zeiten ließ er seinen Gegner einfach komplett gegen eine Wand laufen. Lucas Pouille probierte zwar noch löblich irgendwie das Blatt zu wenden, aber nach nur knapp 25 Minuten lag der Franzose schon 0:5 hinten. Ein Ehrenspiel für Pouille später machte David Ferrer den Sack mit 6:3, 6:1 zu. Nun wartet auf den Spanier eventuell ein Match mit seinem Landsmann Rafael Nadal. Der muss zuvor allerdings noch gegen Leonardo Mayer aus Argentinien gewinnen.

Glücklich trotz nahendem Karriereende

Nach dem Turnier in Barcelona spielt David Ferrer noch das Masters in Madrid. Danach stellt der 37-Jährige den Tennisschläger für immer in die Ecke. Unglücklich ist er deswegen, wie auch dieses wirklich fantastische Match beweist, aber nicht. Vor dem Event in Barcelona hatte sich Ferrer gegenüber der ATP-Website trotz des nahenden Abschieds entspannt und zuversichtlich gezeigt: "Ich fühle mich gut [...] Du hast immer ein bisschen Angst bei den letzten Turnieren. Du denkst darüber nach, wie du dich fühlen wirst. Aber mein Ziel ist es, glücklich zu sein. Ich fühle mich leistungsfähig. Ich spiele die Turniere, die mit die größte Zuneigung geschenkt haben und über die ich mich am meisten freue. Dank der Karriere, die ich hatte, kann ich zurückschauen und stolz auf alles sein, was ich erreicht habe."

(Bild © imago images / Joan Valls)

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Henrike Maas
am 24.04.2019 gepostet von:
Henrike Maas
Redakteur
Henrike hat ihre Liebe zum Tennis erst später entdeckt, ist seitdem aber sowohl auf und neben dem Court immer dabei. In den Bereichen Technik, Taktik und Ausrüstung etwas detailverliebt, kann man mit ihr über alles rund um die gelbe Filzkugel reden.

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