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ATP Barcelona: Gelingt Ferrer die Schlusspointe gegen Rafa?

25.04.2019|11:30 Uhr|von Christian Schwell
ATP Barcelona: Gelingt Ferrer die Schlusspointe gegen Rafa?

Vor ihrem wahrscheinlich letzten Duell wirkt Nadal verunsichert.

Beim vorletzten Turnier seiner Karriere verdiente sich David Ferrer gestern mit einem Sieg über Lucas Pouille ein großes Abschiedsduell. In Runde drei trifft der erfolgreiche Spanier jetzt auf seinen sportlich noch größeren Landsmann Rafael Nadal, der sich in seiner Barcelona-Auftaktbegegnung gegen den Argentinier Leonardo Mayer durchsetzte.

Ferrer glänzt - Nadal müht sich

Durchaus überraschend war allerdings die Art und Weise, in der dieses Duell zustande kam. Nicht Fast-Tenis-Rentner Ferrer mühte sich mit Kampf und Krampf in die nächste Runde, er fegte geradezu über den Australian-Open-Halbfinalisten Pouille hinweg.

Es war Nadal, der seiner Vorschlussrunden-Pleite in Monte Carlo gegen Fabio Fognini immer noch Zeichen größere Verunsicherung zeigte. Nicht nur die Tatsache, dass er nach 30 in Barcelona erfolgreich bestrittenen Sätzen am Stück den ersten Durchgang gegen Mayer abgab, ließ aufhorchen. Auch die Körpersprache des 17-fachen Grand-Slam-Champions musste ihm zugeneigten Beobachtern Sorgen machen.

Rafas Sandplatz-Spiel funktioniert noch nicht wie gewohnt 

Introvertierter und weniger aufgepusht als sonst, eher leise mit sich selbst hadernd, spielte er sich durch den ersten Durchgang. Anlass mit dem eigenen Spiel unzufrieden zu sein, gab es an den Ansprüchen eines Nadal gemessen auch zuhauf. Mangelnde Länge in den Grundschlägen, mehr unforced Errors als Gewinnschläge und allgemein zu viel Passivität kennzeichneten über zu lange Strecken der zwei Stunden und 50 Minuten dauernden Partie seinen Auftritt. Erst im dritten Satz gelang es Nadal besser, sein gewohntes druckvolles Tennis erfolgreich umzusetzen.

Ein letzter großer Coup für Ferrer?

Die Chance für einen letzten großen Coup für David Ferrer also? Es wäre zumindest eine interessante Ironie des Tennis-Schicksals. Denn gerade Nadal war es, der Ferrer auf Sand über seine ganze Karriere hinweg auf dem Weg zu noch mehr und noch größerem Erfolg im Weg stand. Ob im Viertelfinale, Halbfinale oder wie 2013 gar im Endspiel der French Open: Allein vier Mal machte der Mallorquiner in der zweiten Woche von Roland Garros alle Titel-Hoffnungen Ferrers unsanft zunichte.

Alle Statistiken sprechen für Nadal

Am Ort ihres höchstwahrscheinlich letzten Aufeinandertreffens (Ferrer spielt anschließend nur noch das Turnier von Madrid) ist Nadals Bilanz gegen den 37-Jährigen sogar noch ein wenig furchteinflößender als anderswo: Konnte Ferrer insgesamt immerhin bei 31 Vergleichen sechs Mal gegen Nadal gewinnen, gelang ihm das in Barcelona nicht ein einziges Mal. In einem Semifinale und gleich vier Endspielen erlebte Ferrer sein persönliches katalanisches Nadal-Trauma.

Statistiken, die eine eindeutige Sprache sprechen. Die letzten Eindrücke könnten einen unbeschwert aufspielen könnenden David Ferrer aber den Glauben geben, dass es ihm auf der Zielgerade seiner Karriere gelingt, noch einmal einen Sieg über die Wahrscheinlichkeiten zu erringen. Und über Nadal.

(Bild © imago images)

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Christian Schwell
am 25.04.2019 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verr├╝ckter, der seine Texte gerne mit etwas Humor w├╝rzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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