Jetzt die App myTennis runterladen!

Auch unterwegs immer informiert bleiben & die Welt des Tennis entdecken.

ATP

ATP Madrid: Kurze Schwächephase kostet Struff das Match gegen Cilic

07.05.2019|18:00 Uhr|von Christian Schwell
ATP Madrid: Kurze Schwächephase kostet Struff das Match gegen Cilic

Jan-Lennard Struff (ATP 49) hat nach seinem Sieg gegen Nick Kyrgios eine weitere Überraschung verpasst. Zwei Aufschlagverluste in Folge zum Ende des zweiten und zu Beginn des dritten Satzes kosteten ihm letztendlich das Match gegen Marin Cilic (ATP 11). Der setzte sich am Ende mit 4:6, 6:3, 6:4 durch und steht beim Masters-Turnier in Madrid in der dritten Runde.

Es gab sicherlich schon schlechtere Zeitpunkte, um auf den erfahrenen Kroaten zu treffen. Cilic hatte bis zum Turnier in Madrid noch keinen Sand-Sieg auf der Haben-Seite und kommt überhaupt in dieser Saison, auch einer Knieverletzung geschuldet, nicht so recht in Tritt. In diese zweite Runde hatte er sich nach Abwehr eines Matchballs in fast drei Stunden gegen Martin Klizan (Slowakei) gequält, während Struff in der ersten Runde einmal mehr in dieser Saison überzeugte und sich auch nicht von den Mätzchen eines Nick Kyrgios vom Weg Richtung Zweisatzsieg abbringen ließ.

In Satz eins nutzt Struff seine Chancen noch

Vorteil Struff also? Tatsächlich sah es im ersten Satz so aus, als könnte die gute Form des Warsteiners heute ausschlaggebender sein als die grundsätzlich vorhandene Klasse des ehemaligen US-Open-Champions. Struff konnte immer wieder viel mehr Akzente in den Return-Spielen setzen als sein kroatischer Gegner. Beim Stand von 3-3 setze der Deutsche dann diese Vorteile auch zu einem Break um. Und bewies dann Nervenstärke, als er im Anschluss erstmals zwei engere eigene Aufschlagspiele überstand und sich damit den Satzgewinn sicherte.

Cilic kämpft sich in den Entscheidungssatz

Auch im zweiten Satz gelang es Cilic aber nun weiterhin, Struff in engere und längere Aufschlagspiele zu verwickeln. Ein Break wollte der Nummer elf der Welt aber zunächst nicht gelingen. Den Frust darüber brachte Cilic mehrfach - durchaus ungewöhnlich für ihn - lautstark zum Ausdruck. Viele Niederlagen und die Suche nach der Form scheinen an den Nerven des Kroaten zu zerren. Seine eigenen Aufschlagspiele brachte er immerhin in dieser Phase aber zunehmend souveräner über die Bühne und bei 4:3 zahlte sich sein beharrliches Anklopfen bei Struff dann doch aus: Cilic nutzte die dritte von drei Breakchancen in Folge und überstand anschließend analog zu Struff im ersten Satz auch noch ein enges Aufschlagspiel. Die Partie ging in den Entscheidungssatz.

Die zwei schwachen Aufschlagspiele in Folge erweisen sich als fatal

Leider sorgte dieser Satzausgleich dann für einen klassischen Momentum-Wechsel in diesem Match. Struff gab sich beileibe nicht kampflos geschlagen, die entscheidenden Punkte machte aber gerade in der wichtigen Startphase des dritten Durchgangs der Kroate, der sofort erneut breakte. Danach ergab sich die 49 der Welt keinesfalls ihrem Schicksal und hatte auch noch diverse Möglichkeiten, zurück ins Match zu kommen. Die beiden aufeinanderfolgenden Aufschlagverluste zum Ende des zweiten und zu Beginn des dritten Satzes sollten sich aber als fatal erweisen, denn trotz aller Bemühungen und trotz vier eigener Breakchancen in Durchgang drei sollte es Struff nicht mehr gelingen, noch einmal zum Ausgleich zu kommen.

(Bild © imago images)

WAS IST DEINE MEINUNG?
Lustig

LUSTIG

0

Liebe

LIEBE

0

Oh man...

OH MAN...

0

Wow

WOW

0

Traurig

TRAURIG

0

Wütend

WüTEND

0

Christian Schwell
am 07.05.2019 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

» Zu den Beiträgen von Christian Schwell