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Majestätsbeleidigung in Madrid: Tsitsipas entthront Sandplatzkönig Nadal

11.05.2019|23:59 Uhr|von Dennis Ebbecke
Majestätsbeleidigung in Madrid: Tsitsipas entthront Sandplatzkönig Nadal

Erneut kommt "Rafa" nicht über das Halbfinale hinaus.

Es ist wie verhext: Rafael Nadal kommt in dieser Sandplatzsaison einfach nicht über die Runde der letzten Vier hinaus. Nach Monte Carlo (Fabio Fognini) und Barcelona (Dominic Thiem) scheiterte er auch im Halbfinale von Madrid. Vor den Augen der spanischen Königsfamilie um Felipe und Juan Carlos besiegte Stefanos Tsitsipas den "King of Clay" mit 6:4, 2:6, 6:3.

Nachdem Nadal den Schweizer Stan Wawrinka im Viertelfinale in Grund und Boden gespielt hatte, erwischte er diesmal einen holprigen Start. Zverev-Bezwinger Tsitsipas hingegen spürte von Beginn an, dass in diesem Match etwas möglich sein könnte und holte sich das frühe Break zum 1:0.

Breakball-Festival im ersten Satz

Allerdings verpasste es der Grieche in dieser frühen Phase des Matches, eine echte Duftmarke zu setzen. Das Break währte nicht lange. Ähnlich verhielt es sich auch nach dem Break zum 4:3, das Nadal ebenfalls direkt im Anschluss wieder wettmachen konnte. Doch das dritte Tsitsipas-Break in diesem Durchgang zum 5:4 war dann selbst für "Rafa" eines zu viel. 

Im vierten Duell des 20-Jährigen gegen den zwölf Jahre älteren Kontrahenten konnte Tsitsipas seinen ersten Satz gegen Nadal gewinnen. Zuletzt war der Youngster bei den Australian Open noch chancenlos, in drei glatten Sätzen hatte ihm Nadal nur sechs Spielgewinne zugestanden.

Zweiter Satz: Nadal schlägt zurück

Der erste Satz hatte 58 Minuten gedauert. Zum Vergleich: Nadal brauchte für das gesamte Match gegen Wawrinka gerade einmal zehn Minuten mehr. Mit einem ähnlichen Tempo meldete sich der Spanier dann auch im zweiten Satz zurück. Bis zum 2:2 begegneten sich die beiden noch auf Augenhöhe, ehe Tsitsipas plötzlich überrollt wurde. 

Endlich - aus Sicht seiner vielen Fans im Zauberkasten von Madrid - hatte Nadal die Länge in den Bällen, die er brauchte, um seinem Gegner das Leben schwer(er) zu machen. Doch trotz dieses schnellen Satzverlustet war der Siegeswille von Tsitsipas noch nicht gebrochen. Im Gegenteil: Im dritten Satz gelang ihm beim Stande von 2:2 - in dieser Phase etwas überraschend - das Break.

Dritter Satz: "Rafa" kämpft, Tsitsipas jubelt

Im Prinzip verlief der dritte Satz ähnlich wie der zweite, doch diesmal zu Gunsten des Außenseiters. Allen ungläubigen Blicken im Publikum zum Trotz machte Tsitsipas das Doppel-Break zum 5:2 perfekt - dank eines einfachen Volley-Fehlers seines Gegenübers. Doch Nadal stemmte sich noch einmal dagegen, holte sich ein Break zurück und konnte bei eigenem Aufschlag drei Matchbälle abwehren.

Den vierten Matchball ließ sich der junge Grieche jedoch nicht nehmen. Große Geste vom spanischen Publikum: Die Zuschauer in Madrid applaudierten lautstark, obwohl ihr Liebling verloren hatte.

Im Finale bekommt es Shootingstar Tsitsipas nach der Nummer zwei nun mit der Nummer eins der Welt zu tun. Novak Djokovic hatte sich im ersten Halbfinale mit zwei Tiebreak-Erfolgen gegen Dominic Thiem durchgesetzt.

(Bild © imago images / Marca)

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Dennis Ebbecke
am 11.05.2019 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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