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ATP / WTA Rom: Tougher deutscher Dienstag in der ewigen Stadt

14.05.2019|10:00 Uhr|von Christian Schwell
ATP / WTA Rom: Tougher deutscher Dienstag in der ewigen Stadt

Die vier deutschen Spitzenspielerinnen und -spieler müssen sich, die verletzungsbedingt fehlende Angelique Kerber ausgenommen, heute allesamt auf der herrlichen Anlage im römischen Sportkomplex Foro Italico beweisen. Und die Auslosung hält für Zverev, Struff, Kohlschreiber und Görges durchaus diffizile Aufgaben parat.

Julia Görges (WTA 18) gegen Su-Wei Hsieh (WTA 25)

Es ist bisher eine schwierige Saison für Julia Görges. Die Nummer 18 der Welt kämpft um ihre Form und gegen eine Rückenverletzung, die sie teilweise extrem gehandicapt hat. Entsprechend mau waren die bisherigen Ergebnisse des Jahres abgesehen von der erfolgreichen Titelverteidigung zu Saisonbeginn in Auckland dann auch. Auf Sand ist Görges bisher überhaupt nicht in den Tritt gekommen. Da ist es suboptimal, wenn man in Rom im ersten Spiel auf einen Gegnerin trifft, die mit ihrem unorthodoxen Stil geradezu dazu prädestiniert ist, Görges auch in dieser Partie nicht ihren Rhythmus finden zu lassen.

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Jan-Lennard Struff (ATP 51) gegen Grigor Dimitrov (ATP 48)

Man reibt sich verwundert die Augen, wenn man sich die Weltranglistenpositionen der beiden ansieht und realisiert, dass es sich bei Struff und Dimitrov aktuell um „Ranking-Nachbarn“ handelt. So gesehen fällt der Bulgare aktuell leider gar nicht in die Kategorie „haushoher Favorit“, der der Sauerländer in den letzten Wochen und Monaten gerne einmal ein Bein gestellt hat. Auch hat Dimitrov das letzte Duell der beiden vor nicht allzu langer Zeit in Monte Carlo in zwei Sätzen für sich entschieden. Dimitrov hat sich außerdem aufgrund der fehlenden Ergebnisse nach Madrid von seinem Trainer Dani Vallverdu getrennt. Struff würde es in die Karten spielen, wenn das kein mentaler Befreiungsschlag ist, sondern weiter zur Verunsicherung des Ex-Top-10-Spielers beiträgt.

Alexander Zverev (ATP 5) gegen Matteo Berrettini (ATP 33)

Die Viertelfinalteilnahme in Madrid und der gute Auftritt gegen Stefanos Tsitsipas war ein echtes Lebenszeichen der kriselnden deutschen Nummer eins. In Rom wird es von der Ausgangslage her aber kaum entspannter. Wieder hat Zverev Ranglistendruck, denn gleich 600 Punkte sind als Vorjahresfinalist zu verteidigen. Dazu beschert ihm die Auslosung einen gleich in mehrerer Hinsicht dicken Brocken. Berrettini wir vor heimischer Kulisse von seinen Landsleuten frenetisch angefeuert werden. Und hat bisher im Gegensatz zu Zverev eine außergewöhnlich gute Sandplatz-Saison hingelegt. In Budapest holte sich der 25-Jährige den Titel und bestätigte anschließend in München mit der Finalteilnahme seine überragende Form.

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Philipp Kohlschreiber (ATP 56) gegen Marco Cecchinato (ATP 19)

Noch komplizierter als für Alexander Zverev könnte es für Philipp Kohlschreiber werden. Auch er spielt gegen einen Italiener, zusätzlich ist es aber eben auch noch der French-Open-Halbfinalist des Vorjahres. Den auf Sand in Rom in einem Abendspiel in den Weg gestellt zu bekommen wünscht sich wahrscheinlich keiner der Teilnehmer am Masters-Event in der ewigen Stadt. Vieles in den Umständen der Partie spricht also für Cecchinato, aber der in Runde eins über den Franzosen Gilles Simon siegreiche Kohlschreiber hat in diesem Jahr auf Sand auch schon Leistungen gezeigt, die dieses Match zu einer ausgeglichenen Angelegenheit werden lassen könnten.

(Bild © imago images / ZUMA Press)


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Christian Schwell
am 14.05.2019 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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