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ATP Rom: Doppelschicht ohne Happy End - Struff unterliegt knapp gegen Nishikori

16.05.2019|21:00 Uhr|von Christian Schwell
ATP Rom: Doppelschicht ohne Happy End - Struff unterliegt knapp gegen Nishikori

Jan-Lennard Struff hat beim Masters-Turnier von  Rom einen der potentiell wahrscheinlich erfolgreichsten Tennis-Tage seiner Karriere knapp verpasst. Nachdem er heute Mittag in der zweiten Runde des Turniers Marin Cilic in zwei Sätzen ausgeschaltet hatte, machte er am Abend auch gegen den Japaner Kei Nishikori lange Zeit ein sehr gutes Spiel, unterlag aber am Ende mit 6:3, 6:7, 3:6.

Wieder kommt Struff gut aus den Startlöchern

Wie schon gegen den Kroaten dominierte Struff dabei gegen Nishikori im ersten Satz in seinen Aufschlagspielen. Im ersten Satz ließ er keinen einzigen Breakball für die Nummer sechs der Welt zu. Selber nutzte er die einzige sich ihm bietende Breakmöglichkeit eiskalt und effizient schon früh im Match beim Stand von 2:1. Nach 38 Minuten war die Satzführung für den Deutschen perfekt.

In Satz zwei steht Struff bei 5:4 kurz vor der Sensation

Auch in Satz zwei gab sich Struff mit dem eigenen Service zunächst keine Blöße. Nishikori vermied zwar ein erneutes ganz frühes Break, bekam aber trotzdem immer wieder Schwierigkeiten, wenn Struff seinen zweiten Aufschlag attackierte. Bei 2:2 zahlte sich die couragierte Spielweise Struffs dann schon wieder aus und er ging auch im zweiten Satz in Führung.

Diesmal konterte Nishikori aber anders als im ersten Durchgang sofort mit dem Rebreak und machte anschließend auch postwendend zwei weitere Breakführungen Struffs , der bei einer 5:4-Führung und eigenem Aufschlag nur zwei Punkte von der Sensation entfernt war, wieder zunichte. Bei 5:6 stand dann die aktuelle deutsche Nummer zwei erstmals unter Druck – und rettete sich in den Tiebreak. Dort allerdings ging die Fahrt dann viel zu schnell aus dem Sauerland heraus. Nishikori holte sich mit einem deutlichen 7-2 den Satzausgleich.

Im dritten Satz gewinnt Nishikori mehr und mehr die Oberhand.

Auch die bei sinkenden Abendtemperaturen nun langsamer werdenden Bedingungen machten es Struff im dritten Satz zunehmend schwerer, sein Powertennis weiter erfolgreich durchzuziehen. Nishikori bekam mehr und mehr die Oberhand und schaffte auch ein erstes Break im Entscheidungssatz. Struff wehrte sich nach Kräften und konnte nochmal zum 2:2 ausgleichen, lief anschließend aber sofort wieder einem Break hinterher. Diesmal vergeblich, denn mehr als ein weiterer Spielgewinn sollte ihm in dieser Partie nicht mehr gelingen.

Morgen geht es dann für Nishikori gegen den Argentinier Diego Schwartzman um einen Platz im Halbfinale. Auch Schwartzman hat dann zwei Partien von heute in den Knochen: Er siegte zunächst gegen Albert Ramos-Vinolas aus Spanien, um anschließend im Achtelfinale Matteo Berrettini (Italien) auszuschalten.

(Bild © imago images)

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Christian Schwell
am 16.05.2019 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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