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Der Bajin-Effekt schlägt bei Kiki Mladenovic voll zu

17.05.2019|11:15 Uhr|von Henrike Maas
Der Bajin-Effekt schlägt bei Kiki Mladenovic voll zu

Belinda Bencic und Ashleigh Barty in einem Turnier zu besiegen, ist schon eine starke Leistung. Die beiden innerhalb von nur wenigen Stunden auszuschalten, ist noch mal eine Schippe mehr. Kristina Mladenovic ist genau das gelungen. Am "Superdonnerstag" von Rom, an dem fast die gesamte anwesende Tenniselite Doppelschichten schieben musste, schaltet sie die Nummer 15 und 9 der Welt aus. Der Tag zuvor war samt Ansetzung dem Regen zum Opfer gefallen und hatte für ein Schedue mit rund 50 Partien gesorgt.

Zwei Matchsiege an einem Tag für Kiki. Bis vor kurzem hatte sich die Französin noch glücklich schätzen können, zwei Matchsiege bei zwei aufeinanderfolgenden Turnieren einfahren zu können. Die ehemalige Nummer 10 der Welt durchgereicht auf Platz 66. Das Spiel schwach, die Nerven blank - es ging wenig für Mladenovic.

"Ich fühle mich geschmeichelt"

Doch seit Mitte April diesen Jahres ist wieder Licht am Ende des Tunnels. Nach über drei Jahren ohne festen Coach hat die 26-Jährige nun Sascha Bajin an ihrer Seite. Bajin, seines Zeichens "WTA Coach of the Year 2018" hatte bis vor Kurzem noch Naomi Osaka traniert. Diese hatte der Deutsche zu zwei Grand Slam-Titeln (US Open und Australian Open) und zur Nummer 1 der Welt gefühlt. Dann kam, für die Tenniswelt ziemlich unerwartet, der Bruch zwischen den beiden. Die Chance für Kristina Mladenovic.

"Ich habe ihn [Sascha Bajin] persönlich kontaktiert als ich erfuhr, dass er nicht mehr mit Naomi arbeitet. Er hat sich Zeit genommen und sich alle Angebote angesehen und ich fühle mich sehr glücklich und priviligiert. Ich bin ziemlich geschmeichelt, dass er unter all den Angeboten, die er hatte, auch von auf dem Papier besseren Spielerinnen und Spieler als ich, er an mich glaubt und mich ausgesucht hat. Bis jetzt läuft es gut.", sagte Mladenovic zu ihrer neuen Zusammenarbeit.

Trend noch oben schon jetzt sichtbar

Bis jetzt läuft es sogar sehr gut. Bevor die Zusammenarbeit zwischen Kristina Mladenovic und Sascha Bajin zustande kam, hatte Mladenovic in neun Turnieren gerade mal sechs Siege eingefahren. Seit der Kollaboration sind es in drei Turnieren schon zehn Siege, vier in der Qualifikation und sechs im Hauptfeld. Darin eingeschlossen die beiden besagten Matches gegen Belinda Bencic und Ashleigh Barty. Man sieht, dass Mladenovic sich und ihrem Spiel wieder vertraut. Der Bajin-Effekt? Definitiv, denn der 34-Jährige ist auf volle Fahrt gepolt.

"Ich habe gedacht, Kiki ist diejenige, der ich am meisten helfen kann", sagte Bajin zu seiner Entscheidung sich dem Team Mladenovic anzuschließen. "Das war die simple Entscheidung, die ich getroffen habe...Ich habe mir alles angesehen und mich gefragt, welchem Spieler kann ich wirklich am meisten mit dem weiterhelfen, was ich weiß. Ein Spieler, der mich auch herausfodert, weil ich mit sojemandem noch nie zuvor zusammengearbeitet habe. Sie [Mladenovic] ist sehr anders als Naomi, Serena oder sogar Caroline"

Baustellen schon ausgemacht

Neben der allgemeinen Sicherheit nun wieder einen Coach an der Seite zu haben, mit dem man sich austauschen kann, sollen aber auch die Baustellen im Spiel der Französin angegangen werden. Diese sind schon ausgemacht. "Es ist kein Geheimnis. Alle Spielerinnen wissen, dass ihre Rückhand vielleicht nicht der beste Schlag ist.", spricht Sasacha Bajin die Probleme an. "Aber auch die Struktur in ihrem Spiel. Es gab da einige Sachen, die in bestimmten Matchsituationen ein wenig unnötig waren. Ich will, dass sie versteht, warum man manche Dinge zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht macht und andere schon". Aber auch der Aufschlag der 26-Jährigen soll noch besser werden. Ein Projekt, das man in einer laufenden Saison sicher nicht komplett angehen kann. Aber der Fortschritt ist schon sichtbar. Wenn es so weitergeht, wird Kristina Mladenovic schnell wieder im Ranking klettern.

(Bild © imago images /ZUMA Press)

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Henrike Maas
am 17.05.2019 gepostet von:
Henrike Maas
Redakteur
Henrike hat ihre Liebe zum Tennis erst später entdeckt, ist seitdem aber sowohl auf und neben dem Court immer dabei. In den Bereichen Technik, Taktik und Ausrüstung etwas detailverliebt, kann man mit ihr über alles rund um die gelbe Filzkugel reden.

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