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1. Runde French Open: Die Chancen der deutschen Herren

25.05.2019|12:00 Uhr|von Christian Schwell
1. Runde French Open: Die Chancen der deutschen Herren

Gleich elf deutsche Herren gehen in der ersten Runde der diesjährigen French Open an den Start. Sieben waren direkt über ihr Ranking oder ihr „Protected Ranking“ qualifiziert, drei habe die Qualifikation überstanden und einer – Oscar Otte – hatte bei der Wahl der Lucky Loser Losglück und ist auch noch ins Hauptfeld reingerutscht.  Ein Überblick.

Alexander Zverev (ATP 4) – John Millman (Australien, ATP 55)

Zverev ist noch nicht in Paris, sondern hat sich in Genf bis ins Finale gespielt. Auch dort war noch längst nicht wieder alles Gold was glänzt, er hat aber – nicht unwichtig im Tennis – anders als in den Wochen vorher bis zum Endspiel immer die Kurve bekommen und das Match gewonnen. Das sollte ihm auch gegen den 29-jährigen Australier gelingen, gegen den er noch nie gespielt hat. Aber Vorsicht: Genau das hat man auch gedacht, als Millman bei den letztjährigen US Open auf einen gewissen Favoriten namens Roger Federer traf. Das Ergebnis war dann überraschend.

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Philipp Kohlschreiber (ATP 53) – Robin Haase (Niederlande, ATP 67)

„Kohli“ als äußerst routinierter Spieler gegen einen Gegner, der auch viel Erfahrung hat und in der Weltrangliste knapp hinter ihm rangiert. Das war über die Jahre meist so. Während Kohlschreiber sehr häufig in seiner Karriere unter den ersten 40 oder 50 zu finden war, reihte sich der Niederländer meist zwischen Platz 50 und 100 ein. Auch der direkte Vergleich steht bei 2:1 für den Deutschen. Aber Achtung: Das einzige Sandplatz-Match der beiden konnte Haase 2012 in Kitzbühel für sich entscheiden.

Jan-Lennard Struff ( ATP 44) – Denis Shapovalov (Kanada, ATP 23)

Struff spielt eine sehr gute Sandplatz-Saison. Ihm gelingt es so gut wie selten, sein aggressives Spiel auf diesen Belag zu adaptieren. Deswegen und weil er schon in Monte Carlo gegen den favorisierten Kanadier erfolgreich war, ist ihm in diesem Duell durchaus eine Überraschung zuzutrauen.

Cedrik-Marcel Stebe (ohne Weltranglistenplatzierung) – Karen Khachanov (Russland, ATP 12)

Der verletzungsgeplagte Stebe wagt seit April einen Comeback-Versuch und nutzt sein „Protected Ranking“ für den Start in Roland-Garros. Alle drei bisherigen Matches in diesem Jahr verlor er glatt. Alles andere als eine weitere klare Niederlage wäre gegen die Nummer zwölf der Welt bemerkenswert.

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Maximilian Marterer (ATP 110) – Stefanos Tsitsipas (Griechenland, ATP 6)

Kein Losglück für Marterer, der hier Achtelfinal-Punkte aus dem Vorjahr zu verteidigen hat. Das wird schon im ersten Match gegen einen der erfolgreichsten Spieler des Jahres ganz schwer. Leider droht ein kleiner Absturz in der Rangliste, wenn in diesem Duell alles normal läuft.

Mischa Zverev (ATP 103) – Richard Gasquet (Frankreich, ATP 39)

Der ältere Zverev-Bruder leidet seit dem Spätsommer 2018 unter chronischer Erfolglosigkeit. Sein einziger „Sieg“ auf der Tour seitdem war die Aufgabe von Nicola Kuhn in Miami. Dem gegenüber stehen zehn Niederlagen alleine in diesem Jahr. Alles andere als eine elfte gegen Gasquet wäre äußerst überraschend.

Peter Gojowczyk (ATP 96) – Jo-Wilfried Tsonga (Frankreich, ATP 85)

Ein weiteres Duell mit einem Lokalmatador. Ja, Tsonga ist nicht in der Form früherer Jahre und „Gojo“ hat auch beide bisherigen Vergleiche gewonnen. Seine eigene Sandplatz-Saison ist aber mit nur einem Sieg auch nicht das Gelbe vom Ei. Außenseiterchancen nur, wenn er Tsonga völlig auf dem falschen Fuß erwischt und das Publikum keine Rolle spielt.

Rudi Molleker (ATP 177) – Alexander Bublik (Kasachstan, ATP 90)

Molleker hat sich jetzt in diesem Jahr zum zweiten Mal in Folge auf die harte Tour mit drei Quali-Siegen in ein Grand-Slam-Hauptfeld gespielt. Das zeugt von Talent, Potential, Biss und Willen beim 18-Jährigen. In Australien sprang gegen Schwartzman in Runde eins dann ein Satzgewinn raus. Gegen Bublik besteht die leise Hoffnung auf mehr.

Yannick Hanfmann (ATP 184) – Rafael Nadal (Spanien, ATP 2)

Da muss man nicht lange drum herum reden. Obwohl Qualifikant Hanfmann sich in toller Form präsentiert hat und obwohl „Rafa“ nur ein Sandplatzturnier in dieser Saison gewonnen hat: Der Deutsche hat in diesem Match-up die Mutter aller Außenseiterrollen.

Yannick Maden (ATP 115) – Kimmer Coppejans (Belgien, ATP 181)

Auch Maden hat sich über die Qualifikation ins Hauptfeld gespielt. Wenn man bei einem der DTB-Profis von Losglück sprechen kann, dann ist es hier der Fall. Coppejans ist Qualifikanten-Kollege und auf der Rangliste aktuell sogar deutlich schlechter platziert als Maden. Eine realistische Chance auf Runde zwei.

Oscar Otte (ATP 145) – Malek Jaziri (Tunesien, ATP 94)

Otte ist als Lucky Loser schon ein echter finanzieller Gewinner, indem er doch noch in dieser ersten Runde steht. Im Quali-Finale gegen Pabloa Andujar ist ihm im dritten Satz ein wenig das Benzin ausgegangen, aber vielleicht weckt die zweite Chance ja neue Kräfte beim 25-Jährigen. Im Vergleich zu vielen anderen DTB-Profis wirkt seine Aufgabe mit Jaziri zumindest von der Weltranglisten-Papierform her machbarer. Allerdings: Wer in Estoril (wie Jaziri) Nicolas Jarry und Leonardo Mayer geschlagen hat, ist auf Sand ganz sicher keine Laufkundschaft.

(Bild © imago images)

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Christian Schwell
am 25.05.2019 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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