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Zverev gewinnt Regen-Krimi im Finale von Genf - erster Titel 2019 perfekt

25.05.2019|21:20 Uhr|von Dennis Ebbecke
Zverev gewinnt Regen-Krimi im Finale von Genf - erster Titel 2019 perfekt

Insgesamt dauerte das Match fast sechs Stunden - Regenpausen inklusive.

Es geht doch! Nach zuletzt wechselhaften Leistungen hat Alexander Zverev endlich sein erstes Turnier 2019 gewonnen. Im Finale des 250ers im belgischen Genf schlug der Weltranglistenfünfte den Chilenen Nicolas Jarry denkbar knapp mit 6:3, 3:6, 7:6 (10:8).

Auch wenn die Generalprobe vor den French Open letztlich geglückt ist, so brauchte Zverev ob der ständigen Regenunterbrechungen starke Nerven. Um 15.30 Uhr betraten die beiden Finalisten am Samstag erstmals den Platz, den Pokal durfte der Deutsche erst um 21:30 Uhr in die Höhe stemmen. So kurz vor dem Start des Grand Slams in Paris hätte er sich jedoch sicherlich einen entspannteren Nachmittag gewünscht.

Zverev gelingt die Revanche gegen Jarry

Nach einem Kraftakt im Halbfinale gegen den zähen Argentinier Federico Delbonis musste Zverev erneut gegen einen Südamerikaner antreten, die sich in der Regel auf Sand besonders wohlfühlen. Dies gilt auch für Jarry, mit dem der Deutsche in diesem Jahr bereits seine Erfahrungen gesammelt hatte - allerdings keine positiven. Das bis dato einzige Duell hatte nämlich der Weltranglisten-75. in der zweiten Runde von Barcelona im April für sich entschieden.

Diesmal wollte sich Zverev nicht erneut von dem Chilenen überraschen lassen und sorgte mit einem Blitzstart dafür, dass er selbst die Richtung vorgeben konnte. Nach dem schnellen 3:0 vergab er allerdings fünf Breakbälle in einem Spiel. Auch wenn der Hamburger die Chancen in diesem Moment nicht ausnutzen konnte, hatte er keine Schwierigkeiten, den Satz nach Hause zu bringen.

Kein Rhythmus durch Regenunterbrechungen

Im ersten Satz profitierte Zverev von der vergleichsweise größeren Final-Erfahrung. Der noch titellose Jarry stand zuvor erst einmal im Endspiel, für dessen Gegenüber war es bereits das 17. (mit diesem Sieg baute Zverev seine Bilanz auf 11:6 aus). Und das spürte man. Jarry begann sehr nervös und spielte dem Top-Ten-Akteur damit in die Karten. Umso ärgerlicher war es für Zverev, dass das Match zu Beginn des zweiten Satzes wegen starken Regens unterbrochen werden musste.

Erst nach etwa anderthalb Stunden kehrten die beiden Final-Teilnehmer auf den Centre Court zurück. Lange blieben sie jedoch nicht. Nach nur sechs weiteren Spielen folgte die nächste Regenpause. Diesmal musste die deutsche Nummer eins allerdings mit einem schlechteren Gefühl in die Kabine gehen. Jarry war nach der ersten Unterbrechung in einer besseren Verfassung als sein Gegner zurückgekehrt und mit 5:2 davongezogen, ehe Schiedsrichter Carlos Bernades erneut die Notbremse zog.

Am späten Abend folgten dann zwei Überraschungen: Zum einen hatte kaum jemand damit gerechnet, dass das Finale an diesem Samstag überhaupt noch fortgeführt werden würde. Zum anderen war dieser knappe Matchausgang nicht zu erwarten - vor allem nach dem klaren ersten Satzverlauf.

Die beiden lieferten sich im dritten Durchgang ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das folgerichtig im Tiebreak entschieden werden musste. Zverev führte dort bereits mit 6:3, hatte drei Matchbälle. Doch Jarry gewann anschließend vier Punkte in Folge, sodass der DTB-Spieler erst einmal zwei Matchbälle gegen sich abwehren musste (darunter einen mit einer Traum-Rückhand), ehe er endlich selbst seine vierte Chance auf den ersten Triumph 2019 nutzen konnte. Der elfte Karrieretitel war damit perfekt - und Zverev kann mit einem etwas größeren Selbstbewusstsein in die französische Hauptstadt reisen.

Drittes Genf-Finale mit deutscher Beteiligung in Folge

Aller guten Dinge sind drei: Nachdem in den vergangenen zwei Jahren jeweils ein deutscher Spieler im Finale von Genf verloren hatte (2017 Mischa Zverev gegen Stan Wawrinka, 2018 Peter Gojowczyk gegen Marton Fucsovics), machte Alexander Zverev den Titelgewinn diesmal perfekt. Nun geht für ihn die Reise weiter nach Paris, wo er am Montag als frisch gebackener Turniersieger und mit den witterungsbedingten Strapazen im Gepäck in der ersten Runde der French Open auf John Millman trifft.

(Bild © imago images / ZUMA Press)

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Dennis Ebbecke
am 25.05.2019 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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