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French Open: K(r)ampfsieg! Alexander Zverev gewinnt Fünfsatz-Krimi

28.05.2019|15:22 Uhr|von Björn Walter
French Open: K(r)ampfsieg! Alexander Zverev gewinnt Fünfsatz-Krimi

Das Ergebnis passt, spielerisch ist aber weiterhin viel Luft nach oben. Alexander Zverev hat sein Auftaktmatch in Paris nach einem nervenaufreibenden Fünfsatz-Krimi mit 7:6 (4), 6:3, 2:6, 6:7 (5), 6:3 gegen den Australier John Millman gewonnen. Ähnlich wie bei seinem Turniersieg in Genf musste der Deutsche hart für den Erfolg arbeiten. Es war ein Wechselbad der Gefühle. Neben genialen Gewinnschlägen streute der Weltranglistenfünfte auch viele haarsträubende Fehler ein. 

Zverev zwischen Licht und Schatten

Der erste Satz war ein Paradebeispiel für den wetterwendischen Auftritt des ATP-Finals-Champions. Zverev legte los wie die Feuerwehr. Mit einem fantastischen Rückhand-Winner um den Netzpfosten riss er das Publikum bereits nach wenigen Minuten von den Sitzen. Doch nach dem Doppelbreak zum 4:1 verfiel "Sascha" wieder in alte Muster. Der 22-jährige Hamburger ließ sich zu weit hinter die Grundlinie zurückfallen, verlor den Fokus und holte Millman zurück in den Satz.

Spätestens nachdem er bei 5:4 und Satzball eine einfache Vorhand ins Aus spielte, musste man sich Sorgen um das Nervenkostüm des DTB-Profis machen. Die Sorgen waren letztlich unbegründet, weil Zverev im Tiebreak noch mal die Kurve kriegte. Dank seiner Aufschlagstärke machte er nach 70 Minuten doch noch den Satzgewinn perfekt.

2:0-Satzführung fast verspielt

Das permanente Auf und ab setzte sich auch im zweiten Durchgang fort. Nach einem Break-Festival mit insgesamt fünf Aufschlagverlusten auf beiden Seiten ging Zverev mit 2:0-Sätzen in Führung. Die gewünschte Sicherheit wollte sich dennoch nicht einstellen. Während Millman weiterhin aufopferungsvoll um jeden Punkt kämpfte, ließ der Favorit mitunter die nötige Entschlossenheit vermissen. Ärgerliche Konsequenz: Die Breaks zum 2:4 und 2:6 kosteten Zverev den dritten Satz.

Auch der vierte Akt war geprägt von extremen Wellenbewegungen. Nach dem Break zum 1:0 gab die Nummer fünf der Setzliste den Vorteil mit einem schwachen Aufschlagspiel zum 4:4 wieder aus der Hand. Kurz darauf ermöglichte er Millman sogar die Chance, in den Sätzen auszugleichen. Zverev rettete sich zwar in den Tiebreak, das drohende Unheil konnte er allerdings nicht mehr verhindern. Der Frust musste raus!

Starke Reaktion im 5. Satz

"Sascha" stolperte, fiel aber nicht. Im alles entscheidenden fünften Satz holte der Vorjahres-Viertelfinalist noch mal alles aus sich raus. Das Kämpferherz wurde belohnt! Nach dem Break zum 5:3 ließ sich die deutsche Nummer eins die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Was für eine Erlösung! 4:08 Stunden dauerte der Kraftakt.

Weiter geht's am Donnerstag gegen den schwedischen Qualifikanten Mikael Ymer. Hoffentlich mit einer souveräneren Vorstellung.

(Bild © imago images /Xinhua)

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Björn Walter
am 28.05.2019 gepostet von:
Björn Walter
Redakteur
Schlägt aus dem zweiten Stock auf, kennt gute Beinarbeit jedoch nur vom Hörensagen. Tennis-Allzweckwaffe mit Herz für amüsante Geschichten abseits des Centercourts. In Redaktionskreisen als Ein-Mann-La-Ola-Welle für Rafael Nadal erprobt. Auch aktiv mit Laufschuhen und Rennrad.

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