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French Open: Alexander Zverev - gestürzt, aber nicht gefallen

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29.05.2019|10:40 Uhr|von Adrian Rehling
French Open: Alexander Zverev - gestürzt, aber nicht gefallen

Nach 4 Stunden und 8 Minuten erlöste er sich endlich. Alexander Zverev hatte seinen persönlichen Auftakt bei den French Open bewältigt. Nach einem Kraftakt.

Einem in dieser Form niemals erwarteten Kraftakt. Der 22-Jährige galt als klarer Favorit gegen John Millmann, der nicht gerade bekannt ist für seine Sandplatz-Künste. Doch derzeit ist vieles bei Zverev nicht so spielerisch leicht, wie es zum Beispiel noch Ende des vergangenen Jahres der Fall war. Das weiß der DTB-Profi auch selbst: "Er hat mir das Leben sehr schwer gemacht. John hat unglaublich gespielt. Ich bin gegen einen starken Gegner bei schwierigen Bedingungen weitergekommen, das ist das, was am Ende zählt."

Der Einzug in die zweite Runde des Grand Slams, der so wichtig für die Zukunft sein könnte. Beinahe hätte "Sascha" eine 2:0-Satzführung noch verspielt. Deshalb musste nach dem verlorenen vierten Durchgang - unter den Buhrufen der Zuschauer - der Schläger dran glauben. Zverev dazu: "Ich habe es gemacht und anschließend den fünften Satz gewonnen. Ich bin dann wieder ruhiger in das Match gestartet, das ist für mich die Hauptsache."

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Am Ende stand ein 7:6, 6:3, 2:6, 6:7, 6:3 gegen den australischen Außenseiter auf der Anzeigetafel. Schon während des Spiels war Zverev im fünften Satz während eines Ballwechsels gestolpert, verlor kurzerhand den Schläger, stand auf, fightete - und machte tatsächlich noch den Punkt. Sinnbildlich für den K(r)ampf gegen John Millmann.

Die Belohnung: Eine (vermutlich) leichtere Aufgabe in Runde zwei. Es wartet der schwedische Qualifikant Mikael Ymer. Zverev warnt: "Er hat sich stark verbessert und hatte hier in der Quali ein paar gute Matches." Aber um ehrlich zu sein: Dieser Aufgabe muss er sich entledigen, will er ein Kandidat für die zweite Turnierwoche - oder für noch mehr sein.

Der Fokus soll und muss wieder auf dem Sportlichen liegen. Streit mit dem Manager hier, Beziehungsende mit der (Ex-)Freundin da, der Trainer aktuell nicht dabei, Handy kaputt. Viele Baustellen abseits des Courts, die Alexander Zverev nun aber ausblenden muss. Und will: "Ich habe schwere Wochen und Monate hinter mir. Auch persönlich. Ich bin einfach froh, dass ich auf dem Platz bin und Matches spielen kann. Ich möchte mich einfach daran erinnern, dass ich immer noch einer der besten Tennisspieler auf der Welt bin."

(Bild © imago images)

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Adrian Rehling
am 29.05.2019 gepostet von:
Adrian Rehling
Redakteur
Adrian liebt seinen Job. Social-Media-Spürnase, bringt das nötige Quäntchen Boulevard ins Team. Gute Laune in Person.

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