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Roger Federer: "Ich weiß wahrscheinlich mehr über seinen Vater als über ihn"

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31.05.2019|12:30 Uhr|von Henrike Maas
Roger Federer: "Ich weiß wahrscheinlich mehr über seinen Vater als über ihn"

Mit 37 Jahren ist man in der normalen Welt im besten Alter. In der Welt des Profisports ist man da schon eher auf der  "Älteren"-Seite. Da macht Tennis keine Ausnahme. Im Falle von Roger Federer tut das seiner Leistungsfähigkeit zwar überhaupt keinen Abbruch, kann aber zu lustigen Situationen führen. So jetzt auch bei den French Open. Da trifft Federer in Runde 3 auf den 20-Jährigen Casper Ruud. Ein Name, der Roger zwar etwas sagt, aber eher von Caspers Vater.

"Wahrscheinlich weiß ich mehr über seinen Vater"

Der nämlich ist Christian Ruud und war, wie sein Sohn jetzt, Tennisprofi. Der Norweger hatte 2001 bei den French Open seine Karriere beendet. Damals ebenfalls im Feld: Roger Federer, der zu dieser Zeit gerade mal sein achtes Grand Slam-Turnier spielte. "Ich weiß wahrscheinlich mehr über seinen Vater als über ihn", sagte Federer zu der Begegnung mit Ruud. "Auch wenn ich niemals gegen den Vater gespielt habe. Ich weiß, dass Casper sich in den letzten Jahren sehr verbessert hat und ich denke, er spielt gut auf Sand. Wie gesagt, ich habe ihn nicht oft spielen gesehen. Aber jeder 20-Jährige träumt davon, auf einer großen Bühne, gegen einen Topspieler auf dem Center Court zu spielen".

Für Casper Ruud dürfte das Match wirklich etwas besonderes sein. Ist es doch sein erster Auftritt in der dritten Runde eines Grand Slam. Der 20-Jährige ist gut unterwegs derzeit. Er steht auf seinem Career High (#63), hat in Rom die vierte Runde erreicht und seine Jahresbilanz auf 13 Siege zu 5 Niederlagen geschraubt. Und natürlich kennt Ruud Junior Roger Federer: "Jetzt spiele ich gegen einen der größten Champions unseres Sports und ich freue mich einfach total darauf. Ich kann locker und frei spielen. Es gibt nichts, weswegen ich mich stressen müsste oder über das ich zu viel nachdenken müsste.", sagte Rudd über sein Match gegen Federer. "Ich werde wahrscheinlich ein wenig aufgeregt und nervös sein. Aber ich werde das Match als eine große Chance und ein Privileg betrachten, weil ich gegen Roger spielen kann".

Ein wenig mehr "Rafa"-Fan

Es sei schon witzig, dass er jetzt der erste Ruud sei, der gegen Federer antritt. Doch trotz der Ehre gegen den "Maestro" spielen zu können und dem großen Respekt, den Casper Ruud vor ihm hat, in einer Sache ist Federer bei ihm "nur" die Nummer zwei: "Um ehrlich zu sein, ich bin ein wenig mehr ein Rafa-Fan, ein Rafa-Typ. Aber diese beiden sind immer meine absoluten Favoriten gewesen". Die etwas größere Liebe für Nadal lässt sich bei Ruud vielleicht auch damit erklären, dass er in der Akademie des Spaniers auf Mallorca trainert.

Respekt wird und sollte Ruud vor Roger Federer zeigen - wenn auch nur im Verhalten. Spielerisch dürfte es ihm wenig einbringen, zu nett zu sein. Wenn Casper Ruud die Chance haben will, den Schweizer zumindest ein wenig zu ärgern, sollte er vom ersten Moment an hellwach sein. Denn Roger Federer hat trotz seiner langen Abwesenheit von den Sandplätzen dieser Welt, nicht vergessen wie das Spiel auf roter Asche funktioniert. Durch seine ersten Runde ist er problemlos marschiert. Wobei auch Casper Ruud sich sehr gut präsentiert hat. Doch egal wie das Match ausgehen wird, am Ende wissen beide auf jeden Fall mehr voneinander als vorher.


(Bild © imago images)

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Henrike Maas
am 31.05.2019 gepostet von:
Henrike Maas
Redakteur
Henrike hat ihre Liebe zum Tennis erst später entdeckt, ist seitdem aber sowohl auf und neben dem Court immer dabei. In den Bereichen Technik, Taktik und Ausrüstung etwas detailverliebt, kann man mit ihr über alles rund um die gelbe Filzkugel reden.

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